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Der Quran zeigt der Wissenschaft den Weg: Die wissenschaftlichen Wunder des Quran

Inhalt
  1. Einleitung
  2. Intelligentes Design, das heißt Schöpfung
  3. Die Religion spornt die Wissenschaft an
  4. Die Religion sorgt für die richtige Ausrichtung der Wissenschaft
  5. Religion und Wissenschaft stehen stets im Einklang miteinander
  6. Die wissenschaftlichen Wunder des Quran
  7. Gläubige Wissenschaftler
  8. Gläubige Wissenschaftler der Vergangenheit
  9. Weitere gläubige Wissenschaftler der Vergangenheit
  10. Gläubige Wissenschaftler unserer Zeit
  11. Muslimische Wissenschaftler
  12. Weitere gläubige Wissenschaftler unserer Zeit
  13. Fazit
  14. Anmerkungen

Der unvergleichliche Stil und die überlegene Weisheit des Quran sind ein endgültiger Beweis dafür, dass er das Wort Gottes ist. Darüber hinaus besitzt der Quran viele wunderbare Eigenschaften, die beweisen, dass er von Gott herabgesandt wurde. Eine dieser Eigenschaften ist, dass wissenschaftliche Wahrheiten, die mit der Technologie des 20. Jahrhunderts ans Licht gebracht wurden, bereits vor 1400 Jahren im Quran mitgeteilt wurden.

Natürlich ist der Quran kein Wissenschaftsbuch. Doch einige wissenschaftliche Wahrheiten, die in verschiedenen seiner Verse auf äußerst ausführliche und weise Art mitgeteilt werden, wurden erst mit der Technologie des 20. Jahrhunderts entdeckt. Diese Informationen, die zur Zeit der Herabsendung des Quran wissenschaftlich unmöglich zu beweisen waren, beweisen den Menschen unserer Zeit erneut, dass der Quran das Wort Gottes ist.

Um das wissenschaftliche Wunder des Quran zu verstehen, muss man zunächst einen Blick auf den Stand der Wissenschaft zur Zeit der Herabsendung dieses göttlichen Buches werfen.

In dem Jahrhundert, in dem der Quran herabgesandt wurde, hatte die arabische Gesellschaft in wissenschaftlichen Fragen viel Aberglauben und viele falsche Vorstellungen. Die Araber, die keine Technologie besaßen, um das Universum und die Natur zu erforschen, glaubten an Legenden, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. So dachten sie zum Beispiel, der Himmel werde mithilfe der Berge oben gehalten. Nach diesem Glauben war die Erde flach und hatte an beiden Seiten hohe Berge. Sie dachten, jeder dieser Berge halte wie eine Säule das Himmelsgewölbe oben.

Doch all diese falschen Vorstellungen der arabischen Gesellschaft verschwanden mit den Versen, die Gott offenbarte. So teilt zum Beispiel dieser Vers mit, dass der Glaube, der Himmel werde mithilfe der Berge in der Höhe gehalten, nicht stimmt:

„Gott ist es, der die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könntet, emporgehoben hat ...“ (Sure 13:2, ar-Ra’d)

Zu vielen weiteren ähnlichen Themen wurden im Quran wichtige Informationen gegeben, die kein Mensch jener Zeit kannte.

Im Quran, der zu einer Zeit herabgesandt wurde, als die Menschen nur sehr wenig über Astronomie, Physik oder Biologie wussten, gab es genaue und richtige Informationen zu vielen Themen, von der Erschaffung des Universums bis zur Entstehung des Menschen, vom Aufbau der Atmosphäre bis zu den Gesetzmäßigkeiten auf der Erde.

Werfen wir nun einen Blick auf einige dieser wissenschaftlichen Wunder im Quran.

„Gott ist es, der die Himmel ohne Stützen emporgehoben hat!“ (Sure 13:2, ar-Ra’d)

Die Entstehung des Universums

Im edlen Quran wird die Entstehung des Universums so erklärt:

„Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde aus dem Nichts.“ (Sure 6:101, al-An’am)

Diese Information, die Gott im Quran gibt, stimmt vollkommen mit den modernen wissenschaftlichen Entdeckungen überein. Das genaue Ergebnis, zu dem die Astrophysik heute gelangt ist, lautet, dass das gesamte Universum mitsamt den Dimensionen von Materie und Zeit im Zeitpunkt null durch eine große Explosion entstanden ist. Die Theorie des „Urknalls“, mit ihrem ursprünglichen Namen „Big Bang“, hat bewiesen, dass das gesamte Universum vor etwa 15 Milliarden Jahren durch die Explosion eines einzigen Punktes aus dem Nichts entstanden ist. Die Urknalltheorie ist heute die wissenschaftliche Erklärung, die von allen wissenschaftlichen Kreisen übereinstimmend zur Entstehung und zum Anfang des Universums akzeptiert wird.

Vor dem „Big Bang“ gab es nichts, was man Materie nennen könnte. In einem Zustand des Nichtseins, in dem es weder Materie noch Energie, ja nicht einmal Zeit gab und der als völlig metaphysisch betrachtet wird, wurden Materie, Energie und Zeit erschaffen. Diese große Wahrheit, die die moderne Physik entdeckt hat, teilt Gott uns im Quran schon vor 1400 Jahren mit.

Die Ausdehnung des Universums

Im edlen Quran, der vor 14 Jahrhunderten herabgesandt wurde, zu einer Zeit, als die Astronomie noch nicht entwickelt war, wird die Ausdehnung des Universums so mitgeteilt:

„Und den Himmel haben Wir mit (Unserer) Macht erbaut, und wahrlich, Wir dehnen ihn aus.“ (Sure 51:47, adh-Dhariyat)

Das Wort „Himmel“ im Vers wird an vielen Stellen des Quran im Sinne von „Weltraum“ und „Universum“ verwendet. Auch hier hat es diese Bedeutung. Das heißt, Gott hat im Quran mitgeteilt, dass sich das Universum ausdehnt. Zu genau diesem Ergebnis ist auch die Wissenschaft heute gelangt.

Bis zum Beginn unseres Jahrhunderts war die einzige in der Wissenschaftswelt vorherrschende Vorstellung, dass „das Universum einen statischen Aufbau hat und seit unendlicher Zeit existiert“. In unserer Zeit jedoch haben die mithilfe der Technologie durchgeführten Forschungen, Beobachtungen und Berechnungen ans Licht gebracht, dass das Universum einen Anfang hatte und sich ständig „ausdehnt“.

Der russische Physiker Alexander Friedmann und der belgische Astrophysiker Georges Lemaître hatten Anfang des 20. Jahrhunderts theoretisch berechnet, dass das Universum in ständiger Bewegung ist und sich ausdehnt.

Diese Wahrheit wurde 1929 auch durch Beobachtungen bewiesen. Der amerikanische Astronom Edwin Hubble entdeckte bei der Erforschung des Himmels mit einem riesigen Teleskop, dass sich die Sterne und Galaxien ständig voneinander entfernen. Ein Universum, in dem sich alles ständig voneinander entfernt, bedeutete aber ein sich ständig „ausdehnendes“ Universum. Dass sich das Universum ausdehnt, wurde auch durch Beobachtungen in den folgenden Jahren präzisiert.

Diese Wahrheit wurde jedoch im Quran offenbart, als sie noch keinem Menschen bekannt war. Denn der Quran ist das Wort Gottes, des Schöpfers und Herrschers des gesamten Universums.

Umlaufbahnen

Als Gott im Quran über die Sonne und den Mond informierte, teilte Er auch mit, dass jeder von ihnen eine bestimmte Umlaufbahn hat:

„Und Er ist es, der die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond erschaffen hat. Jeder schwimmt in einer (eigenen) Umlaufbahn.“ (Sure 21:33, al-Anbiya)

Dass die Sonne nicht stillsteht, sondern sich auf einer bestimmten Bahn bewegt, wird in einem anderen Vers so mitgeteilt:

„Und die Sonne läuft zu dem für sie bestimmten Ort. Das ist die Bestimmung des Allmächtigen, des Allwissenden.“ (Sure 36:38, Ya-Sin)

Diese im Quran mitgeteilten Wahrheiten wurden durch astronomische Beobachtungen in unserer Zeit aufgedeckt. Nach den Berechnungen von Astronomiefachleuten bewegt sich die Sonne entlang einer Bahn, die man „Solar Apex“ nennt, mit einer Geschwindigkeit von 720.000 Kilometern pro Stunde in Richtung des Sterns Wega. Nach dieser Berechnung legt die Sonne an einem Tag 17.280.000 km zurück. Zusammen mit der Sonne legen auch alle Planeten und Monde, die sich in ihrem Schwerefeld befinden, dieselbe Strecke zurück. Darüber hinaus besitzen auch alle Sterne im Universum in ähnlicher Weise eine geplante Bewegung.

Dass die Bahnen des gesamten Universums auf diese Weise festgelegt sind, teilt Gott ebenfalls im Quran so mit:

„Bei dem Himmel mit seinen (vielfältigen Sternen-)Bahnen ...“ (Sure 51:7, adh-Dhariyat)

Im Universum gibt es etwa 200 Milliarden Galaxien, und in jeder Galaxie gibt es etwa 200 Milliarden Sterne. Die meisten dieser Sterne haben Planeten, und diese Planeten haben Monde. All diese Himmelskörper besitzen sehr genau festgelegte Bahnen, und seit Millionen von Jahren bewegt sich jeder von ihnen auf seiner Bahn in makelloser Übereinstimmung und Ordnung mit den anderen. Darüber hinaus gibt es viele Kometen, die sich ebenfalls entlang festgelegter Bahnen bewegen.

Die Bahnen im Universum betreffen nicht nur die Himmelskörper. Auch die Galaxien bewegen sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit auf geplanten und genauen Bahnen. Bei dieser Bewegung stoßen sie mit keinem Himmelskörper zusammen, ihre Wege kreuzen sich nicht. So wurde sogar beobachtet, dass manche Galaxien einander durchqueren, ohne sich zu berühren.

Natürlich verfügte die Menschheit zur Zeit der Herabsendung des Quran nicht wie heute über Teleskope, die den Weltraum bis in Entfernungen von Millionen von Kilometern beobachten, über hochentwickelte Beobachtungstechnologien und moderne physikalische und astronomische Kenntnisse. Folglich war es damals wissenschaftlich unmöglich festzustellen, dass das Universum, wie im Vers mitgeteilt, „(vielfältige Sternen-)Bahnen hat“. Allein im edlen Quran, der zu jener Zeit herabgesandt wurde, wurde uns diese Wahrheit deutlich mitgeteilt, weil der Quran das Wort Gottes ist.

Das schützende Dach

Im Quran lenkt Gott die Aufmerksamkeit auf folgende interessante Eigenschaft des Himmels:

„Und Wir haben den Himmel zu einem wohlbehüteten Dach gemacht. Und doch wenden sie (die Ungläubigen) sich von Unseren Zeichen ab.“ (Sure 21:32, al-Anbiya)

Diese Eigenschaft des Himmels wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen im 20. Jahrhundert bewiesen.

Die Atmosphäre, die die Erde von allen Seiten umgibt, erfüllt für den Fortbestand des Lebens äußerst lebenswichtige Funktionen. Sie lässt viele große und kleine Meteoriten, die sich der Erde nähern, verglühen, vernichtet sie und verhindert so, dass sie auf die Erde stürzen und den Lebewesen großen Schaden zufügen.

Wie aus dieser Illustration deutlich wird, sind Kometen eine sehr ernste Gefahrenquelle für unsere Erde. Doch Gott hat die Atmosphäre mit Seiner makellosen Schöpfung zu einem schützenden Dach gemacht.
Wie aus dieser Illustration deutlich wird, sind Kometen eine sehr ernste Gefahrenquelle für unsere Erde. Doch Gott hat die Atmosphäre mit Seiner makellosen Schöpfung zu einem schützenden Dach gemacht.

Außerdem filtert die Atmosphäre die aus dem Weltraum kommenden und für die Lebewesen schädlichen Strahlen. Interessanterweise lässt die Atmosphäre nur Strahlen in unschädlicher Menge durch, also das Licht, die Infrarotstrahlen und die Radiowellen. Denn dies sind Strahlen, die für das Leben notwendig sind. Die ultravioletten Strahlen, die die Atmosphäre in bestimmter Menge durchlässt, sind für den Prozess der Photosynthese in den Pflanzen und folglich für das Überleben aller Lebewesen von großer Bedeutung. Der größte Teil der starken ultravioletten Strahlung, die von der Sonne ausgeht, wird in der Ozonschicht der Atmosphäre gefiltert, und nur der kleine Teil, der für das Leben notwendig ist, erreicht die Erdoberfläche.

Die schützende Eigenschaft der Atmosphäre endet damit nicht. Die Erde wird ebenfalls mithilfe der Atmosphäre vor der eisigen Kälte des Weltraums von etwa −270 Grad geschützt.

Nicht nur die Atmosphäre schützt die Erde vor schädlichen Einflüssen. Zusammen mit der Atmosphäre wirkt auch eine Schicht, die im Magnetfeld der Erde entsteht und „Van-Allen-Gürtel“ genannt wird, als Schild gegen die schädlichen Strahlen, die auf unseren Planeten treffen. Diese Strahlen, die ständig von der Sonne und anderen Sternen ausgehen, haben eine tödliche Wirkung auf den Menschen. Insbesondere die auf der Sonne häufig auftretenden Energieausbrüche, die man „Flares“ nennt, wären ohne die „Van-Allen-Gürtel“ stark genug, alles Leben auf der Erde zu vernichten.

Bei einem Ausbruch in den vergangenen Jahren wurde festgestellt, dass die dabei entstandene Energie 100 Milliarden Mal stärker war als die auf Hiroshima abgeworfene Atombombe. 58 Stunden nach dem Ausbruch wurden übermäßige Ausschläge der Kompassnadeln beobachtet, und in 250 km Höhe der Erdatmosphäre stieg die Temperatur sprunghaft auf 2500 °C.

Kurz gesagt: Über der Erde arbeitet ein vollkommenes System, das sie umgibt und vor äußeren Gefahren schützt. Diese Eigenschaft des Himmels als schützender Schild hat Gott uns schon vor Jahrhunderten im Quran mitgeteilt.

Der zurückgebende Himmel

Im edlen Quran wird im 11. Vers der Sure at-Tariq von der „zurückgebenden“ Eigenschaft des Himmels gesprochen.

„Bei dem Himmel, der zurückgibt ...“ (Sure 86:11, at-Tariq)

Das im Vers mit „zurückgeben“ übersetzte Wort hat die Bedeutung „zurückschicken“ oder „wiederkehren lassen“.

Interessanterweise wurde diese im Quran mitgeteilte Eigenschaft des Himmels erst Jahrhunderte nach der Herabsendung des Quran wissenschaftlich festgestellt.

Bekanntlich besteht die Atmosphäre, die die Erde umgibt, aus mehreren Schichten. Jede Schicht hat eine wichtige Aufgabe, die dem Schutz des Lebens dient. Bei der Untersuchung hat man festgestellt, dass jede Schicht die Eigenschaft besitzt, auf sie treffende Stoffe oder Strahlen in den Weltraum oder zur Erdoberfläche zurückzuwerfen.

So sorgt zum Beispiel die Troposphäre in 13–15 km Höhe dafür, dass der von der Erdoberfläche aufsteigende Wasserdampf kondensiert, zu Regen wird und zurückkehrt.

Die Ozonosphäre in 25 km Höhe reflektiert die aus dem Weltraum kommende Strahlung und die schädlichen ultravioletten Strahlen und sorgt dafür, dass sie in den Weltraum zurückkehren, bevor sie die Erdoberfläche erreichen.

Die Ionosphäre wiederum reflektiert die von der Erdoberfläche ausgestrahlten Radiowellen wie ein Satellit in verschiedene Regionen der Erde zurück und ermöglicht so, dass drahtlose Telefone sowie Radio- und Fernsehsendungen über große Entfernungen empfangen werden können.

Die Magnetosphäre der Atmosphäre schließlich schickt die schädlichen radioaktiven Teilchen, die von der Sonne und anderen Sternen ausgehen, in den Weltraum zurück, bevor sie die Erdoberfläche erreichen.

Die Schichten der Atmosphäre

Zu den Informationen, die Gott in den Versen des Quran über das Universum gibt, gehört auch, dass der Himmel aus sieben Schichten geordnet ist:

„Er ist es, der für euch alles erschaffen hat, was auf der Erde ist; dann wandte Er Sich dem Himmel zu und formte ihn zu sieben Himmeln und brachte ihn in Ordnung. Und Er weiß über alle Dinge Bescheid!“ (Sure 2:29, al-Baqara)

„Dann wandte Sich Gott dem Himmel zu, der noch Rauch war ... So vollendete Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen und offenbarte jedem Himmel seine Angelegenheit ...“ (Sure 41:11-12, Fussilat)

So wie das Wort Himmel im Quran verwendet wird, um das gesamte Universum zu bezeichnen, wird es auch verwendet, um den Himmel über der Erde zu bezeichnen. Nimmt man diese Bedeutung des Wortes, so ergibt sich, dass der Himmel über der Erde, mit anderen Worten die Atmosphäre, aus 7 Schichten besteht.

Tatsächlich ist heute bekannt, dass die Erdatmosphäre aus verschiedenen, übereinander geschichteten Lagen besteht. Und zwar, wie im Vers mitgeteilt, aus genau sieben Hauptschichten ...

„Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Atmosphäre aus vielen Schichten besteht. Die Schichten unterscheiden sich durch deutliche physikalische Eigenschaften wie ihren Druck und die Zusammensetzung der Gase, aus denen sie bestehen ... Die erdnächste Schicht der Atmosphäre ist die ‚TROPOSPHÄRE‘. Sie macht 90 % der Gesamtmasse der Atmosphäre aus ... Die Schicht über der Troposphäre ist die ‚STRATOSPHÄRE‘ ... Die Schicht der Stratosphäre, in der die ultravioletten Strahlen absorbiert werden, heißt ‚OZONOSPHÄRE‘ ... Die Schicht über der Stratosphäre heißt ‚MESOSPHÄRE‘ ... Über der Mesosphäre liegt die ‚THERMOSPHÄRE‘ ... Ionisierte Gase bilden innerhalb der Thermosphäre eine Schicht namens ‚IONOSPHÄRE‘ ... Die äußerste Schicht der Erdatmosphäre reicht von 450 km bis 960 km. Diese Schicht heißt ‚EXOSPHÄRE‘.“46

Zählt man die in dieser Quelle genannten Schichten, so sieht man, dass die Atmosphäre, wie im Vers mitgeteilt, aus genau 7 Schichten besteht:

  1. TROPOSPHÄRE 2. STRATOSPHÄRE 3. OZONOSPHÄRE 4. MESOSPHÄRE 5. THERMOSPHÄRE 6. IONOSPHÄRE 7. EXOSPHÄRE Ein weiteres wichtiges Wunder zu diesem Thema wird mit dem Satz „und offenbarte jedem Himmel seine Angelegenheit“ im 12. Vers der Sure Fussilat mitgeteilt. Das heißt, es wird mitgeteilt, dass Gott jeder Schicht eine bestimmte Aufgabe zugewiesen hat. Wie wir in den vorigen Abschnitten gesehen haben, erfüllt tatsächlich jede der oben aufgezählten Schichten zum Wohl der Menschen und aller Lebewesen auf der Erde sehr lebenswichtige Aufgaben. Von der Entstehung der Regenfälle bis zur Abwehr schädlicher Strahlen, von der Reflexion der Radiowellen bis zur Unschädlichmachung der Meteoriten hat jede Schicht ihre eigene, bestimmte Aufgabe.

Dass diese Informationen, die ohne die Technologie des 20. Jahrhunderts unmöglich zu gewinnen waren, im vor 1400 Jahren herabgesandten edlen Quran deutlich mitgeteilt werden, ist ein sehr großes Wunder.

Die Aufgabe der Berge

Im Quran wird auf die wichtige geologische Aufgabe der Berge aufmerksam gemacht:

„Und Wir haben auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, damit sie nicht mit ihnen schwankt ...“ (Sure 21:31, al-Anbiya)

Wie man sieht, wird mitgeteilt, dass die Berge eine Eigenschaft besitzen, die Erschütterungen der Erde verhindert.

Diese Wahrheit, die zur Zeit der Herabsendung des Quran keinem Menschen bekannt war, wurde durch die Entdeckungen der modernen Geologie bekannt. Nach den geologischen Entdeckungen entstehen die Berge durch die Bewegungen und Zusammenstöße der riesigen Platten, die die Erdkruste bilden.

Wenn zwei Platten zusammenstoßen, schiebt sich die widerstandsfähigere unter die andere. Die oben bleibende Platte hebt sich und bildet die Berge. Die unten bleibende Platte hingegen bewegt sich unter der Erde und bildet eine tiefe, nach unten reichende Verlängerung. Das heißt, die Berge haben ebenso große Wurzeln, die sich in die Erde hinein erstrecken, wie die Teile, die wir über der Erde sehen.

Auf diese Weise erstrecken sich die Berge an den Verbindungsstellen der Erdplatten nach oben und nach unten in die Erde und befestigen diese Platten aneinander. So stabilisieren sie die Erdkruste und verhindern ein Gleiten auf der Magmaschicht oder zwischen den Platten selbst. Kurz gesagt, können wir die Berge mit Nägeln vergleichen, die Bretter miteinander verbinden.

In einem anderen Vers vergleicht Gott die Berge wegen dieser Aufgabe mit „Pflöcken“ und teilt mit:

„Haben Wir nicht die Erde zu einer Lagerstatt gemacht und die Berge zu Pflöcken?“ (Sure 78:6-7, an-Naba)

Diese stabilisierende Eigenschaft der Berge wird in der wissenschaftlichen Literatur mit dem Begriff „Isostasie“ ausgedrückt. Die Bedeutung der Isostasie ist folgende:

„Isostasie: In der Geologie die Herstellung des allgemeinen Gleichgewichts der Erdkruste durch die Schwerkraft, die die Berge unter der Erdoberfläche erzeugen.“47

Wie man sieht, wurde eine sehr wichtige Aufgabe der Berge, die durch moderne geologische und seismische Untersuchungen entdeckt wurde, im vor Jahrhunderten herabgesandten edlen Quran als ein Beispiel der überlegenen Weisheit mitgeteilt, die die Existenz Gottes beweist. In einem anderen Vers heißt es:

„Gott hat die Himmel ohne Stützen erschaffen, die ihr sehen könntet, und (auf der Erde festgegründete Berge errichtet,) damit sie nicht mit euch schwankt ...“ (Sure 31:10, Luqman)

„Haben Wir nicht die Erde zu einer Lagerstatt gemacht und die Berge zu Pflöcken?“ (Sure 78:6-7, an-Naba)

Der Fingerabdruck

Während im Quran mitgeteilt wird, dass es für Gott sehr leicht ist, die Menschen nach dem Tod wieder zum Leben zu erwecken, wird besonders auf die Fingerspitzen der Menschen aufmerksam gemacht:

„Meint der Mensch etwa, dass Wir seine Knochen (am Tag der Auferstehung) nicht zusammenfügen werden? Doch, Wir haben die Macht, sogar seine Fingerspitzen wiederherzustellen!“ (Sure 75:3-4, al-Qiyama)

Die Hervorhebung der Fingerspitzen ist äußerst weise. Denn die Fingerabdrücke aller Menschen sind ihnen ganz eigen. Der Fingerabdruck jedes Menschen, der auf der Welt lebt, unterscheidet sich von dem jedes anderen. Ebenso unterscheiden sich auch die Fingerabdrücke der Menschen, die im Laufe der Geschichte gelebt haben, voneinander.

Gerade deshalb gilt der Fingerabdruck als ein sehr wichtiger, jedem Menschen eigener „Personalausweis“ und wird in der ganzen Welt zu diesem Zweck verwendet.

Wichtig ist hier jedoch, dass der Fingerabdruck erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. Davor hielten die Menschen Fingerabdrücke für Linien ohne jede Besonderheit und Bedeutung. Im Quran aber werden die Fingerabdrücke, die damals niemandes Aufmerksamkeit erregten, hervorgehoben, und es wird auf ihre Bedeutung aufmerksam gemacht, die erst in unserer Zeit bekannt geworden ist.

Die Bewegung der Berge

In einem Vers wird mitgeteilt, dass die Berge nicht so unbeweglich sind, wie sie scheinen, sondern sich ständig bewegen:

„Und du siehst die Berge und meinst, sie stünden starr, während sie doch dahinziehen, wie die Wolken dahinziehen.“ (Sure 27:88, an-Naml)

Die Bewegung der Berge rührt von der Bewegung der Erdkruste her, auf der sie sich befinden. Die Erdkruste bewegt sich gewissermaßen schwimmend auf der Mantelschicht, die dicker ist als sie selbst. Zum ersten Mal erklärte Anfang dieses Jahrhunderts ein deutscher Wissenschaftler namens Alfred Wegener, dass die Kontinente der Erde in den frühen Zeiten der Erde miteinander verbunden waren und sich später in verschiedene Richtungen bewegten und dabei voneinander trennten und entfernten.

Doch erst 50 Jahre nach seinem Tod, also in den 1980er-Jahren, konnten die Geologen beweisen, dass Wegener recht hatte. Wie Wegener in einem 1915 veröffentlichten Artikel mitteilte, waren die Landmassen der Erde vor etwa 500 Millionen Jahren miteinander verbunden, und diese große Landmasse namens Pangaea umfasste den Südpol.

Vor etwa 180 Millionen Jahren teilte sich Pangaea in zwei Teile. Einer dieser beiden riesigen Kontinente, die sich in verschiedene Richtungen bewegten, war Gondwana, das Afrika, Australien, die Antarktis und auch Indien umfasste. Der andere war Laurasia, das aus Europa, Nordamerika und Asien ohne Indien bestand. Nach dieser Aufspaltung zerbrachen Gondwana und Laurasia im Laufe von etwa 150 Millionen Jahren zu verschiedenen Zeiten in kleinere Teile.

Diese Kontinente, die durch das Zerbrechen Pangaeas entstanden sind, gleiten mit einer Geschwindigkeit von einigen Zentimetern pro Jahr über die Erdoberfläche und verändern dabei ständig die Grenze zwischen Land und Meer.

Diese Bewegung der Erdkruste, die infolge geologischer Untersuchungen Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde, wird in wissenschaftlichen Quellen so erklärt:

„Die 100 km dicke Erdoberfläche, die aus der Erdkruste und dem oberen Mantel besteht, setzt sich aus Teilen zusammen, die man ‚Platten‘ nennt. Es gibt sechs große Platten und zahlreiche kleine Platten, die die Erdoberfläche bilden. Nach der als ‚Plattentektonik‘ bezeichneten Theorie bewegen sich diese Platten auf der Erde und tragen dabei die Kontinente und den Meeresboden mit sich ... Die Bewegung der Kontinente wurde auf 1–5 cm pro Jahr berechnet. Während sich die Platten auf diese Weise bewegen, kommt es zu Veränderungen in der Geografie der Erde. So wird zum Beispiel der Atlantische Ozean jedes Jahr ein wenig breiter.“48

Hier muss ein wichtiger Punkt besonders hervorgehoben werden: Gott hat die Bewegung der Berge im Vers als „Dahinziehen“ beschrieben. Und tatsächlich lautet der englische Begriff, den die Wissenschaftler heute für diese Bewegung verwenden, „Continental Drift“, also „Kontinentaldrift“.49

Dass diese wissenschaftliche Wahrheit, die die Wissenschaft erst kürzlich entdeckt hat, im Quran mitgeteilt wird, ist zweifellos eines der Wunder des Quran.

Die befruchtenden Winde

In einem Vers des Quran wird auf die „befruchtende“ Eigenschaft der Winde und die dadurch bewirkte Entstehung des Regens aufmerksam gemacht:

„Und Wir haben die (mit Wolken) beladenen Winde gesandt, ließen vom Himmel Wasser herabkommen und gaben es euch zu trinken.“ (Sure 15:22, al-Hidschr)

Im Vers wird darauf aufmerksam gemacht, dass die erste Stufe bei der Entstehung des Regens die Winde sind. Tatsächlich war bis zum Beginn dieses Jahrhunderts nicht bekannt, dass es zwischen dem Wind und dem Fallen des Regens eine Verbindung gibt. Dass die Winde bei der Entstehung des Regens eine wichtige „befruchtende“ Rolle spielen, wurde durch moderne meteorologische Arbeiten aufgedeckt.

Diese befruchtende Eigenschaft der Winde wirkt folgendermaßen:

Auf der Oberfläche der Ozeane und Meere entstehen durch Schaumbildung in jedem Augenblick unzählige Luftbläschen. Wenn diese Bläschen platzen, schleudern sie Tausende von Teilchen in der Größenordnung eines Hundertstel Millimeters in die Luft. Diese als „Aerosole“ bezeichneten Teilchen vermischen sich durch die Winde mit dem vom Land kommenden Staub und werden in die oberen Schichten der Atmosphäre getragen. Die Teilchen, die die Winde auf diese Weise in die Höhe tragen, verbinden sich dort mit Wasserdampf. Der Wasserdampf sammelt sich um diese Teilchen, verdichtet sich und verwandelt sich in Wassertropfen. Diese Wassertropfen vereinigen sich zunächst und bilden die Wolken, und nach einiger Zeit fallen sie als Regen auf die Erde.

Wie man sieht, „befruchten“ die Winde den frei in der Luft befindlichen Wasserdampf mit den Teilchen, die sie von den Meeren herantragen, und sorgen so für die Entstehung der Regenwolken.

Hätten die Winde diese Eigenschaft nicht, würden sich in der hohen Atmosphäre keine Wassertropfen bilden, und es gäbe so etwas wie Regen nicht.

Das Wesentliche hierbei ist, dass diese entscheidende Rolle, die die Winde bei der Entstehung des Regens spielen, schon vor Jahrhunderten in einem Vers des Quran mitgeteilt wurde. Und das zu einer Zeit, als die Menschen keinerlei Wissen über die Naturerscheinungen besaßen ...

Das Maß im Regen

Eine weitere Information über den Regen, die im Quran gegeben wird, ist, dass der Regen in einem bestimmten Maß herabgesandt wird. In der Sure az-Zuchruf heißt es:

„Und Er ist es, der vom Himmel Wasser in (bestimmtem) Maß herabsendet. Damit beleben Wir ein totes Land. So werdet auch ihr (am Tag der Auferstehung aus euren Gräbern) hervorgebracht werden.“ (Sure 43:11, az-Zuchruf)

Auch dieses Maß im Regen wurde durch Forschungen in unserer Zeit festgestellt. Nach Berechnungen verdunsten auf der Erde in einer Sekunde 16 Millionen Tonnen Wasser. Diese Menge an Wasserdampf erreicht in einem Jahr 513 Billionen Tonnen Wasser. Dies ist zugleich die Menge des Regens, der auf die Erde fällt. Das heißt, das Wasser zirkuliert ständig in einem Gleichgewicht, „in einem Maß“. Der Fortbestand des Lebens auf der Erde wird ebenfalls durch diesen Wasserkreislauf gewährleistet. Selbst wenn der Mensch alle technologischen Möglichkeiten, die er besitzt, nutzte, könnte er diesen Kreislauf niemals künstlich herbeiführen.

Das Wasser bewegt sich auf der Erde ständig in einer bestimmten Ordnung. Der Fortbestand des Lebens auf der Erde wird ebenfalls durch diesen Kreislauf des Wassers möglich.
Das Wasser bewegt sich auf der Erde ständig in einer bestimmten Ordnung. Der Fortbestand des Lebens auf der Erde wird ebenfalls durch diesen Kreislauf des Wassers möglich.

Käme es zu einer kleinen Veränderung dieser Menge, entstünde nach kurzer Zeit ein großes ökologisches Ungleichgewicht, und dies würde dem Leben ein Ende setzen. Doch so geschieht es niemals: Der Regen fällt, wie auch im Quran mitgeteilt wird, jedes Jahr in derselben Menge auf die Erde.

Dass sich die Meere nicht miteinander vermischen

Eine Eigenschaft der Meere, die von Forschern erst vor sehr kurzer Zeit festgestellt wurde, wird im folgenden Vers des Quran so mitgeteilt:

„Er hat die beiden Meere zusammenfließen lassen. Doch zwischen ihnen ist eine Schranke, sie vermischen sich nicht.“ (Sure 55:19-20, ar-Rahman)

Diese im Vers mitgeteilte Eigenschaft der Meere wurde von Ozeanographen vor einiger Zeit entdeckt. Es hat sich herausgestellt, dass sich die Wasser benachbarter Meere aufgrund einer physikalischen Kraft namens „Oberflächenspannung“ nicht vermischen. Die Oberflächenspannung, die auf die unterschiedlichen Dichten der Meere zurückgeht, verhindert wie eine Wand, dass sich die Wasser miteinander vermischen.

Interessant ist natürlich, dass diese Wahrheit im Quran zu einer Zeit mitgeteilt wurde, als die Menschen weder etwas von Physik noch von Oberflächenspannung noch von der Wissenschaft der Ozeanographie wussten.

Das Geschlecht des Kindes

Bis in jüngste Zeit dachten die Menschen, das Geschlecht des Kindes werde durch die Zellen der Mutter bestimmt, oder sie meinten, die von Mutter und Vater stammenden Zellen bestimmten das Geschlecht gemeinsam. Im Quran jedoch wurde dazu eine andere Information gegeben und mitgeteilt, dass das Männliche und das Weibliche aus „dem Samentropfen, der in den Mutterleib ausgestoßen wird“, erschaffen werden:

Die Richtigkeit dieser Information, die Gott im Quran gibt, wurde mit der Entwicklung von Wissenschaften wie der Genetik und der Mikrobiologie auch wissenschaftlich bewiesen. Es wurde bekannt, dass das Geschlecht vollständig von den Samenzellen des Mannes bestimmt wird und die Frau dabei keinerlei Rolle spielt.

Die Ursache bei der Bestimmung des Geschlechts sind die Chromosomen.
Die Ursache bei der Bestimmung des Geschlechts sind die Chromosomen.

„Und dass Er es ist, der die Paare, das Männliche und das Weibliche, erschafft – aus einem Samentropfen, wenn er (in den Mutterleib) ausgestoßen wird ...“ (Sure 53:45-46, an-Nadschm)

Im Bild ist der in den Mutterleib ausgestoßene Samen zu sehen ...
Im Bild ist der in den Mutterleib ausgestoßene Samen zu sehen ...

Der Hauptfaktor bei der Bestimmung des Geschlechts sind die Chromosomen. Zwei der 46 Chromosomen, die den Aufbau des Menschen bestimmen, heißen Geschlechtschromosomen. Diese beiden Chromosomen werden beim Mann als XY und bei der Frau als XX bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass die Chromosomen diesen Buchstaben ähneln. Das Y-Chromosom trägt die männlichen, das X-Chromosom die weiblichen Gene.

Die Entstehung eines Menschen beginnt mit der Vereinigung je eines dieser Chromosomen, die bei Mann und Frau paarweise vorliegen. Bei der Frau tragen beide Hälften der Zelle, die sich kurz vor der Befruchtung im Eierstock in zwei teilt, das X-Chromosom. Beim Mann bildet die sich in zwei teilende Zelle zwei verschiedene Samenzellen, die X- bzw. Y-Chromosomen tragen. Vereinigt sich das X-Chromosom der Frau mit einer Samenzelle des Mannes, die ein X-Chromosom trägt, wird das Kind, das geboren wird, ein Mädchen. Vereinigt es sich mit einer Samenzelle, die ein Y-Chromosom trägt, wird das Kind ein Junge.

Das heißt, das Geschlecht des Kindes, das geboren wird, hängt davon ab, welches der Chromosomen des Mannes sich mit der Eizelle der Frau vereinigt.

Zweifellos war nichts von alledem bekannt, bis die Genetik entstand, also bis zum 20. Jahrhundert. Im Gegenteil, bei vielen Völkern glaubte man, das Geschlecht des Kindes werde vom weiblichen Organismus bestimmt. Aus diesem Grund tadelte man sogar Frauen, die ein Mädchen zur Welt brachten.

Im Quran aber wurde den Menschen 13 Jahrhunderte vor der Entdeckung der Gene eine Information gegeben, die diesen falschen Glauben widerlegte, und es wurde mitgeteilt, dass der Ursprung des Geschlechts nicht die Frau, sondern der Samentropfen des Mannes ist.

„Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat! Er hat den Menschen aus einem Blutklumpen erschaffen. Lies! Und dein Herr ist der Edelmütigste!“ (Sure 96:1-3, al-Alaq)
„Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat! Er hat den Menschen aus einem Blutklumpen erschaffen. Lies! Und dein Herr ist der Edelmütigste!“ (Sure 96:1-3, al-Alaq)

Der „Alaq“, der sich an den Mutterleib heftet

Wenn wir die Informationen, die Gott über die Erschaffung des Menschen gibt, weiter untersuchen, stoßen wir erneut auf sehr wichtige wissenschaftliche Wunder.

Wenn sich die Samenzelle des Mannes und die Eizelle der Frau vereinigen, entsteht der erste Kern des Kindes, das geboren werden wird. Diese einzelne Zelle, die in der Biologie „Zygote“ heißt, teilt und vermehrt sich ohne Zeitverlust und wird allmählich zu einem kleinen „Fleischstück“.

Die Zygote wächst jedoch nicht im leeren Raum, sondern heftet sich an die Wand der Gebärmutter. Mithilfe ihrer Ausstülpungen haftet sie dort wie Wurzeln, die sich im Erdreich festsetzen. Durch diese Wurzeln kann sie die Stoffe, die sie für ihre Entwicklung braucht, aus dem Organismus der Mutter aufnehmen.

Genau hier zeigt sich ein sehr bedeutendes Wunder des Quran. Wenn Gott im Quran von der Zygote spricht, die sich an die Gebärmutter heftet und zu wachsen beginnt, verwendet Er das Wort „Alaq“.

Die Bedeutung des Wortes „Alaq“ aus dem Arabischen übersetzt ist „etwas, das sich irgendwo festhängt“. Dieses Wort wird sogar für Blutegel verwendet, die sich an die Haut heften und dort Blut saugen.

Zweifellos beweist die Verwendung eines Wortes, das auf diese Eigenschaft der im Mutterleib wachsenden Zygote hinweist, erneut, dass der Quran von Gott, dem Herrn der Welten, herabgesandt wurde.

Die Umhüllung der Knochen mit Muskeln

Eine weitere wichtige Information, die in den Versen des Quran mitgeteilt wird, sind die Entwicklungsstadien des Menschen im Mutterleib. In den Versen wird mitgeteilt, dass sich im Mutterleib zuerst die Knochen bilden und danach die Muskeln entstehen und diese Knochen umhüllen:

„Dann machten Wir aus dem Samentropfen einen Blutklumpen, dann aus dem Blutklumpen einen Fleischklumpen, dann machten Wir aus dem Fleischklumpen Knochen, dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch, und dann ließen Wir ihn als ein anderes Geschöpf entstehen. Gesegnet sei Gott, der beste Schöpfer!“ (Sure 23:14, al-Mu’minun)

„... dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch ...“ (Sure 23:14, al-Mu’minun)

Das Wissenschaftsgebiet, das die Entwicklung im Mutterleib erforscht, ist die Embryologie. Auf dem Gebiet der Embryologie dachte man bis vor Kurzem, dass sich Knochen und Muskeln gemeinsam bilden und entwickeln. Deshalb behaupteten manche lange Zeit, diese Verse widersprächen der Wissenschaft. Doch mikroskopische Untersuchungen, die mithilfe fortschrittlicher Technologien durchgeführt wurden, haben bewiesen, dass das im Quran Mitgeteilte vollkommen richtig ist.

Diese mikroskopischen Untersuchungen zeigen, dass im Mutterleib ein Prozess abläuft, der genau so ist, wie er in den Versen beschrieben wird. Zuerst verwandelt sich das Knorpelgewebe im Embryo in Knochen. Danach lösen sich Muskelzellen aus dem Gewebe um die Knochen, vereinigen sich und umhüllen diese Knochen.

In der wissenschaftlichen Publikation „Developing Human“, also „Der sich entwickelnde Mensch“, wird dies so erklärt:

„In der 6. Woche tritt als Fortsetzung der Knorpelbildung die erste Verknöcherung im Schlüsselbein auf. Ende der 7. Woche beginnt die Verknöcherung auch in den langen Knochen. Während sich die Knochen weiter bilden, lösen sich Muskelzellen aus dem den Knochen umgebenden Gewebe und bilden die Muskelmasse. Das Muskelgewebe teilt sich auf diese Weise um den Knochen herum in vordere und hintere Muskelgruppen.“50

Kurz gesagt: Die im Quran beschriebenen Entwicklungsstadien des Menschen stimmen vollkommen mit den Entdeckungen der modernen Embryologie überein.

Die drei Entwicklungsstadien des Kindes im Mutterleib

Im Quran wird mitgeteilt, dass der Mensch im Mutterleib in einer dreistufigen Schöpfung erschaffen wird:

„Er erschafft euch in den Leibern eurer Mütter, Schöpfung um Schöpfung, in drei Finsternissen. Das ist Gott, euer Herr. Ihm gehört die Herrschaft. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie lasst ihr euch also abwenden?“ (Sure 39:6, az-Zumar)

Wie man sieht, wird im Vers darauf hingewiesen, dass der Mensch im Mutterleib erschaffen wird, indem er drei voneinander verschiedene Entwicklungsstadien durchläuft.

Tatsächlich hat die moderne Biologie heute aufgezeigt, dass die embryologische Entwicklung des Kindes im Mutterleib in drei verschiedenen Stadien verläuft. In allen Embryologiebüchern, die heute an den medizinischen Fakultäten als Lehrbücher verwendet werden, gehört dieses Thema zum grundlegendsten Wissen. So wird diese Wahrheit zum Beispiel in dem als eine der Hauptquellen der Embryologie geltenden Werk „Basic Human Embryology“ (Grundlagen der menschlichen Embryologie) folgendermaßen ausgedrückt:

„Das Leben im Mutterleib besteht aus 3 Stadien: dem präembryonalen (die ersten 2,5 Wochen), dem embryonalen (bis zum Ende der 8. Woche) und dem fetalen (von der 8. Woche bis zur Geburt).“51

Diese Stadien, die in der medizinischen Fachsprache „Trimester“, also „drei Abschnitte“, genannt werden, sind verschiedene Entwicklungsstadien des Kindes. Die Hauptmerkmale dieser drei Entwicklungsstadien sind folgende:

– Präembryonales Stadium:

In diesem ersten Stadium, das meist „1. Trimester“ genannt wird, teilt und vermehrt sich die Zygote, wird zu einer Zellmasse und heftet sich dann an die Gebärmutterwand. Während sich die Zellen weiter vermehren, ordnen sie sich in drei Schichten an.

– Embryonales Stadium:

Das zweite Stadium, das auch als „2. Trimester“ bezeichnet wird, dauert insgesamt 5,5 Wochen, und während dieser Zeit wird das Lebewesen „Embryo“ genannt. In diesem Stadium entstehen aus den Zellschichten die wichtigsten Organe und Systeme des Körpers.

– Fetales Stadium:

In dem Stadium, das „3. Trimester“ der Schwangerschaft genannt wird, heißt der Embryo nun „Fetus“. Dieses Stadium beginnt ab der achten Schwangerschaftswoche und dauert bis zur Geburt. Sein Unterschied zum vorigen Stadium ist, dass er ein Lebewesen mit dem äußeren Erscheinungsbild eines Menschen ist, das an seinem Gesicht, seinen Händen und Füßen zu erkennen ist. Obwohl er zu Beginn dieses Stadiums nur 3 cm groß ist, haben sich alle seine Organe gebildet. Das Merkmal dieses 30-wöchigen Stadiums sind das Wachstum und die Veränderung der Größe des Fetus bis zur Woche der Geburt.

Diese Informationen über die Entwicklung im Mutterleib wurden erst durch Beobachtungen mit modernen technologischen Geräten gewonnen. Wie man jedoch sieht, wurden auch diese Informationen wie viele andere wissenschaftliche Wahrheiten auf wunderbare Weise in den Versen des Quran mitgeteilt.

„Und Wir haben dem Menschen (Güte) gegenüber seinen Eltern anbefohlen. Seine Mutter hat ihn (in ihrem Leib) in Schwäche über Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (von der Milch) erfolgt innerhalb von zwei Jahren. (Wir sagten dem Menschen:) ‚Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr!‘“ (Sure 31:14, Luqman)

Dass im Quran zu einer Zeit, als die Menschheit auf dem Gebiet der Medizin keinerlei ausführliches Wissen besaß, so detaillierte und richtige Informationen gegeben werden, ist natürlich ein deutlicher Beweis dafür, dass der Quran das Wort Gottes ist.

Die Muttermilch

Die Muttermilch ist eine unvergleichliche Nahrung, die Gott erschaffen hat, um den Nahrungsbedarf des Kindes vollständig zu decken und es vor möglichen Infektionen zu schützen. Selbst die mit der Technologie unserer Zeit hergestellte Babynahrung kann diese wunderbare Nahrung nicht ersetzen.

Die Vorteile der Muttermilch für das Kind werden immer mehr erkannt. Eine der Wahrheiten, die die Wissenschaft über die Muttermilch entdeckt hat, ist, dass es äußerst nützlich ist, wenn das Kind 2 Jahre lang mit Muttermilch ernährt wird. Diese wichtige Information, die die Wissenschaft erst kürzlich entdeckt hat, teilte Gott uns schon vor 14 Jahrhunderten mit dem Vers „... und seine Entwöhnung (von der Milch) erfolgt innerhalb von zwei Jahren ...“ mit.

Fazit

Alle Informationen, die wir betrachtet haben, zeigen uns deutlich eine Wahrheit: Der Quran ist ein Buch, dessen Mitteilungen sich alle als wahr erwiesen haben; in seinen Versen wurden Wahrheiten mitgeteilt, die damals keinem Menschen bekannt waren. Dies ist natürlich ein offenkundiger Beweis dafür, dass der Quran kein Menschenwort ist. Der Quran ist das Wort des erhabenen Gottes, der alles aus dem Nichts erschaffen hat und mit Seinem Wissen alle Wesen umfasst.

In einem Vers sagt Gott über den Quran:

„Wäre er von einem anderen als Gott, so würden sie gewiss viele Widersprüche in ihm finden.“ (Sure 4:82, an-Nisa)

So wie es im Quran keinerlei Widerspruch gibt, bringt jede Information darin nach und nach neue Wunder dieses göttlichen Buches ans Licht. Die Aufgabe des Menschen besteht darin, an diesem göttlichen Buch, das Gott gesandt hat, festzuhalten und es als seinen Wegweiser anzunehmen. In einem Vers sagt Gott uns:

„Und dies ist ein gesegnetes Buch, das Wir (als Quran) herabgesandt haben. So folgt ihm und fürchtet Gott, auf dass ihr Barmherzigkeit erfahrt!“ (Sure 6:155, al-An’am)