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Der Quran zeigt der Wissenschaft den Weg: Die Religion sorgt für die richtige Ausrichtung der Wissenschaft

Inhalt
  1. Einleitung
  2. Intelligentes Design, das heißt Schöpfung
  3. Die Religion spornt die Wissenschaft an
  4. Die Religion sorgt für die richtige Ausrichtung der Wissenschaft
  5. Religion und Wissenschaft stehen stets im Einklang miteinander
  6. Die wissenschaftlichen Wunder des Quran
  7. Gläubige Wissenschaftler
  8. Gläubige Wissenschaftler der Vergangenheit
  9. Weitere gläubige Wissenschaftler der Vergangenheit
  10. Gläubige Wissenschaftler unserer Zeit
  11. Muslimische Wissenschaftler
  12. Weitere gläubige Wissenschaftler unserer Zeit
  13. Fazit
  14. Anmerkungen

Wissenschaft nennt man die Erforschung der materiellen Welt, in der wir leben, durch Experiment und Beobachtung. Selbstverständlich zieht die Wissenschaft bei diesen Untersuchungen ihre Schlüsse, indem sie sich auf die durch Experiment und Beobachtung gewonnenen Fakten stützt und diese berücksichtigt. Zugleich aber gibt es in jedem Wissenschaftsgebiet einige Grundannahmen, die vor der Forschung akzeptiert werden. All diese Annahmen zusammen nennt man allgemein ein „Paradigma“.

Diese Grundannahmen bestimmen die „Richtung“ der durchzuführenden wissenschaftlichen Forschungen. Der erste Schritt in der wissenschaftlichen Forschung besteht darin, eine „Hypothese“ (Annahme) aufzustellen. Wissenschaftler stellen zu dem Thema, das sie untersuchen wollen, zunächst eine bestimmte Hypothese auf. Danach wird diese Hypothese anhand wissenschaftlicher Fakten geprüft. Bestätigen die durchgeführten Experimente und Beobachtungen die Hypothese, so wird die „Hypothese“ als „bewiesenes Prinzip oder Gesetz“ bezeichnet. Wird die Hypothese widerlegt, so werden andere Möglichkeiten geprüft, und dieser Prozess geht weiter.

Bei genauer Betrachtung hängt die Aufstellung der Hypothese, die erste Stufe dieses Prozesses, mit der von den Wissenschaftlern akzeptierten Sichtweise zusammen, die völlig falsch sein kann. Aufgrund einer solchen falschen Sichtweise können Wissenschaftler beispielsweise eine Hypothese aufstellen wie: „Die Materie besitzt die Fähigkeit, sich ohne jede bewusste Ordnung selbst zu ordnen.“ Dann können sie jahrelang dauernde, langwierige Forschungen durchführen, um diese Hypothese zu bestätigen. Die Materie besitzt aber keine solche Eigenschaft, und folglich werden all diese Bemühungen scheitern. Beharren die Wissenschaftler sehr auf dieser Hypothese, können sich die Forschungen sogar über Jahre, ja über Generationen hinziehen. Am Ende steht dann ein enormer Verlust an Zeit und Mitteln. Würden sie hingegen von Anfang an von dem Gedanken ausgehen: „Es ist unmöglich, dass sich die Materie ohne jede bewusste Ordnung selbst ordnet“, so würden auch die darauf gegründeten wissenschaftlichen Forschungen sehr schnell und präzise vorankommen.

Wie man sieht, erfordert dieser Aspekt, das heißt die richtige Aufstellung der Hypothese, eine Quelle, die sich von wissenschaftlichen Befunden unterscheidet. Diese Quelle richtig zu bestimmen ist jedoch sehr wichtig, denn wie in dem eben angeführten Beispiel kann eine falsch bestimmte Quelle dazu führen, dass die Wissenschaftswelt Jahre, Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte verliert.

Diese gesuchte Quelle ist eben die Offenbarung, die Gott den Menschen übermittelt hat. Denn Gott ist der Schöpfer des Universums und aller Lebewesen, und folglich sind die richtigsten, unbestreitbaren Informationen über diese Themen die Informationen, die von Gott kommen. So gibt Gott uns im Quran wichtige Informationen über diese Themen. Die deutlichsten davon lassen sich so aufzählen:

Gott hat das Universum aus dem Nichts ins Dasein gebracht. Alles wurde zu einem Zweck erschaffen. Als Folge dieser Wahrheit herrscht in der Natur und im ganzen Universum nicht ein durch Zufälle entstandenes Chaos, sondern eine erschaffene, makellose Ordnung.

Alle Eigenschaften des materiellen Universums, insbesondere der Erde, auf der wir leben, wurden so erschaffen, dass sie dem menschlichen Leben angemessen sind. In den Bewegungen der Sterne und Planeten, in den Formen der Erdoberfläche, in den Eigenschaften des Wassers oder der Atmosphäre liegt ein bestimmter Zweck, der dem Menschen das Leben ermöglicht.

Alle Arten von Lebewesen hat Gott erschaffen. Darüber hinaus vollziehen sich, wie am Beispiel der Honigbienen mitgeteilt wird, auch die Handlungen dieser Lebewesen durch eine besondere Eingebung, die von Gott kommt.

Dies sind absolute Wahrheiten, die Gott uns durch den Quran lehrt. Ein Wissenschaftsverständnis, das sich auf diese Wahrheiten stützt, wird zweifellos sehr großen Erfolg erzielen und der Menschheit in sehr nützlicher Weise dienen. Tatsächlich gibt es dafür in der Geschichte deutliche Beispiele. Der wissenschaftliche Fortschritt, der im 9. und 10. Jahrhundert in der muslimischen Welt zu beobachten war, wurde gerade dadurch möglich, dass die Wissenschaft auf den oben genannten richtigen Grundlagen aufgebaut wurde. Auch im Westen waren alle führenden Vertreter von Wissenschaftsgebieten wie Physik, Chemie, Astronomie, Biologie und Paläontologie große Gelehrte, die an die Existenz Gottes glaubten und mit dem Ziel forschten, Seine Schöpfung zu untersuchen.

Einstein brachte die Wichtigkeit, sich bei der Bestimmung der Ziele des Menschen auf religiöse Wahrheiten zu stützen, folgendermaßen zum Ausdruck:

„Das wahre Ziel des Menschen bestimmt die Religion. Doch in der Frage, auf welche Mittel man sich stützen muss, hat auch die Wissenschaft etwas zu sagen. Die Wissenschaft wird von denen geformt und in bestimmte Rahmen gebracht, die die Wahrheit vollständig erkennen wollen. Doch auch an deren Quelle steht in großem Maße die Religion. Ich kann mir keinen Wissenschaftler vorstellen, der keinen tiefen Glauben besitzt.“6

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch wurde die Wissenschaftswelt von diesem göttlichen Fundament entfernt und geriet unter den Einfluss der materialistischen Philosophie.

Der Materialismus ist eine Denkweise, deren Geschichte bis ins antike Griechenland zurückreicht; er tritt für die absolute Existenz der Materie ein und leugnet Gott.

Der Materialismus hat der Wissenschaftswelt seine Behauptungen schrittweise aufgezwungen, und ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde ein Großteil der wissenschaftlichen Forschung der Unterstützung dieser Behauptungen gewidmet. Zu diesem Zweck wurden das „Modell des unendlichen Universums“, das annimmt, das Universum existiere seit unendlicher Zeit, Darwins Evolutionstheorie, die behauptet, das Leben sei durch Zufälle entstanden, Freuds Ansichten, die behaupten, der menschliche Geist bestehe aus dem Gehirn, und ähnliche Theorien in die Welt gesetzt.

Wenn wir heute jedoch zurückblicken, sehen wir, dass diese Behauptungen des Materialismus der Wissenschaft nichts als Zeitverlust „eingebracht“ haben. Denn um jede dieser Behauptungen zu beweisen, haben sich viele Gelehrte jahrzehntelang bemüht, doch die erzielten Ergebnisse haben gezeigt, dass diese Behauptungen unhaltbar sind. Die Entdeckungen haben bewiesen, dass das Universum, genau wie Gott es im Quran mitteilt, aus dem Nichts erschaffen wurde, dass es nach einem Zweck geordnet ist, der das menschliche Leben berücksichtigt, und dass es unmöglich ist, dass das Leben durch Zufälle entstanden ist und eine Evolution durchlaufen hat.

Betrachten wir diese Wahrheiten nun der Reihe nach:

Was die Wissenschaft durch die Vorstellung der Materialisten vom „unendlichen Universum“ verloren hat

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts lautete die in der von Materialisten beherrschten Wissenschaftswelt verbreitete Ansicht, das Universum habe unendliche Ausmaße, existiere seit unendlicher Zeit und werde bis in alle Unendlichkeit existieren. Nach diesem als „statisches Universumsmodell“ bezeichneten Glauben hatte das Universum weder Anfang noch Ende; es war die Gesamtheit einer unbegrenzten Menge an Materie. Diese Ansicht, die die Grundlage der materialistischen Philosophie bildete, leugnete auch, dass das Universum erschaffen wurde.

Sehr viele Wissenschaftler, die an den Materialismus glaubten oder unter den Einfluss dieser Philosophie geraten waren, legten das besagte Modell des „unendlichen Universums“ ihrer wissenschaftlichen Arbeit zugrunde. Alle Arbeiten auf den Gebieten der Astronomie und Physik beruhten auf der Annahme, dass die Materie seit unendlicher Zeit existiere. Kurz gesagt: Viele Wissenschaftler hatten sich lange Jahre vergeblich bemüht. Denn die Wissenschaft sollte diese Legenden schon bald zunichtemachen.

Der Erste, der erkannte, dass das Modell des unendlichen Universums falsch war, und ihm eine wissenschaftliche Alternative entgegenstellte, war der belgische Wissenschaftler Georges Lemaître. Gestützt auf einige Berechnungen des russischen Wissenschaftlers Alexander Friedmann stellte Lemaître die Theorie auf, dass das Universum in Wirklichkeit einen Anfang hatte und sich seit diesem Anfang ständig ausdehnt. Außerdem erklärte er, dass die von diesem Anfangsmoment übrig gebliebene Strahlung nachgewiesen werden könne.

Hubble entdeckte mit dem riesigen Teleskop, das er benutzte, dass sich die Sterne ständig sowohl von uns als auch voneinander entfernen.
Hubble entdeckte mit dem riesigen Teleskop, das er benutzte, dass sich die Sterne ständig sowohl von uns als auch voneinander entfernen.

Hier muss auch hervorgehoben werden, dass Georges Lemaître zugleich ein Geistlicher war. Lemaître glaubte von Herzen daran, dass „Gott das Universum aus dem Nichts erschaffen hat“. Das heißt, er näherte sich der Wissenschaft von einem ganz anderen Fundament aus als die Materialisten.

Die folgenden Jahre sollten zeigen, dass das Fundament, an das Lemaître glaubte, richtig war. Als Erster entdeckte der amerikanische Astronom Edwin Hubble mit dem riesigen Teleskop, das er benutzte, dass sich die Sterne ständig sowohl von uns als auch voneinander entfernen. Wenn sich im Universum alles voneinander entfernte, ließ dies nur einen einzigen Schluss zu: Das Universum dehnte sich aus, war also nicht unbeweglich, wie die Materialisten behaupteten.

Dass das Universum nicht statisch ist, hatte eigentlich Albert Einstein schon früher theoretisch berechnet. Da aber die Fakten, die er aus diesen Berechnungen gewonnen hatte, nicht mit dem statischen Universumsmodell jener Zeit übereinstimmten, hatte er diese Entdeckung nicht weiterverfolgt und beiseitegelegt. Einstein nannte diesen Vorfall später „den größten Fehler seiner Karriere“.

Die Ausdehnung des Universums wies auf eine weitere wichtige Wahrheit hin: Da sich das Universum ausdehnt, zeigte sich, wenn man in der Zeit zurückging, dass das Universum begonnen hatte, sich von einem einzigen Punkt aus auszudehnen. Die durchgeführten Berechnungen ergaben, dass dieser einzige Punkt ein Volumen von null hatte. Und das Universum war eben durch die Explosion dieses Punktes entstanden. Diese Explosion erhielt den Namen „Big Bang“, also „Urknall“.

Tatsächlich wird die Aussage, dass dieser explodierende Punkt ein Volumen von null hatte, theoretisch verwendet. Denn die Entsprechung des Ausdrucks „Volumen null“ bedeutet „Nichtsein“. Das heißt, das Universum ist aus dem Nichtsein entstanden. Am treffendsten ausgedrückt: Es wurde „aus dem Nichts erschaffen“.

Die Urknalltheorie zeigt die Wahrheit der Schöpfung aus dem Nichts in aller Deutlichkeit. Damit diese Theorie anerkannt wurde, mussten jedoch auch wissenschaftliche Beweise für sie gefunden werden. 1948 stellte George Gamow die Hypothese auf, dass es, falls das Universum durch eine große Explosion entstanden war, wie auch Lemaître zuvor erklärt hatte, im Universum eine von dieser Explosion übrig gebliebene Strahlung geben müsse und dass diese Strahlung überall im Universum in gleichem Maße vorhanden sein müsse.

Dieser Beweis, dessen Auffinden Gamow für notwendig erklärt hatte, wurde in kurzer Zeit entdeckt. 1965 entdeckten zwei Forscher namens Arno Penzias und Robert Wilson die Überreste dieser Strahlung. Diese als „kosmische Hintergrundstrahlung“ bezeichnete Strahlung hatte ihren Ursprung nicht auf der Erde, sondern war eine im ganzen Universum verteilte Strahlung. So zeigte sich, dass die lange Zeit aus allen Richtungen des Universums gleichmäßig empfangene Wärmewelle aus den ersten Phasen des Urknalls stammte. Penzias und Wilson wurden für diese Entdeckung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Der COBE-Satellit fand in kurzer Zeit die Beweise für die Hypothese des „Big Bang“.
Der COBE-Satellit fand in kurzer Zeit die Beweise für die Hypothese des „Big Bang“.

1989 schickte die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA den Satelliten COBE ins All, um die kosmische Hintergrundstrahlung zu erforschen. Die empfindlichen Sensoren an Bord dieses hochentwickelten Satelliten bestätigten die Messungen von Penzias und Wilson innerhalb weniger Minuten.

Dass mit eben diesen Beweisen belegt wurde, dass das Universum von Gott durch den „Big Bang“ aus dem Nichts erschaffen wurde, brachte die materialistischen Wissenschaftler sehr in Verlegenheit. Denn sie wurden Zeugen, wie ihre jahrelange Arbeit, die von ihnen vorgebrachten Ideen und ihre haltlosen Theorien eine nach der anderen zusammenbrachen. Der bekannte atheistische Philosoph Antony Flew drückt seine Gedanken dazu so aus:

„Man sagt, ein Geständnis sei gut für die Seele. Auch ich will ein Geständnis ablegen: Das Urknallmodell ist vom Standpunkt eines Atheisten aus äußerst unangenehm. Denn die Wissenschaft hat eine Behauptung bewiesen, die von religiösen Quellen verteidigt wird: die Behauptung, dass das Universum einen Anfang hatte. Ich glaube noch immer an den Atheismus, aber ich muss gestehen, dass es angesichts des Urknalls nicht so leicht und bequem ist, ihn zu verteidigen.“7 Wie dieses Beispiel zeigt, wollen manche Menschen, die blind an den Materialismus glauben, die wissenschaftlichen Beweise nicht anerkennen, wie viele ihnen auch begegnen mögen. Selbst wenn sie diese Wahrheit persönlich eingestehen, können sie sich nicht von ihrer Bindung an den Materialismus lösen.

Dennoch haben heute viele Wissenschaftler, die einst die Existenz Gottes leugneten und an eine atheistische Weltanschauung glaubten, anerkannt, dass das Universum von Gott, dem Besitzer unendlicher Macht, erschaffen wurde. So sagt etwa der amerikanische Wissenschaftler William Lane Craig, der für seine Arbeiten zum Urknall bekannt ist, dazu Folgendes:

„In der Tat muss der Urknall, gemäß dem Grundsatz ‚Aus nichts wird nichts‘, eine übernatürliche Ursache haben. Da die Singularität vor der Explosion die Grenze ist, an der alle Begriffe von Raum und Zeit enden, ist es unmöglich, dass der Urknall eine physikalische Ursache hat. Vielmehr muss die Ursache des Urknalls völlig jenseits der Grenzen des physikalischen Raumes und der Zeit liegen, vom Universum vollkommen unabhängig und mächtig in einem Maße sein, das der Verstand nicht erfassen kann. Darüber hinaus muss diese Ursache ein bewusstes Wesen sein, das einen eigenen, unabhängigen Willen besitzt ... Folglich ist die Ursache des Ursprungs des Universums ein Schöpfer, der das Universum allein durch Seinen Willen vor einer bestimmten Zeit ins Dasein gebracht hat.“8

Eine wichtige Schlussfolgerung, die uns die Urknalltheorie aufzeigt, ist, wie eingangs erwähnt, dass ein Wissenschaftsverständnis, das sich auf göttliches Wissen stützt, äußerst erfolgreich darin ist, die Geheimnisse des Universums zu enthüllen. Wissenschaftler, die sich auf die materialistische Philosophie stützten, haben das Modell des „unendlichen Universums“ in die Welt gesetzt, konnten diese Theorie aber trotz all ihrer Bemühungen nicht begründen. Die Urknalltheorie hingegen, die Georges Lemaître gestützt auf religiöse Quellen aufstellte, gab der Entwicklung der Wissenschaft Auftrieb und ermöglichte es, den wirklichen Anfang des Universums zu verstehen. Wenn wir auf die Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts blicken, können wir sehen, dass es eine ähnliche Lage auch auf anderen Gebieten gab.

Was die Wissenschaft durch die Behauptung „Im Universum gibt es keine Ordnung“ verloren hat

So wie die Materialisten verteidigten, dass das Universum seit unendlicher Zeit existiere, behaupteten sie auch, dass es im Universum keinen Zweck und keine Ordnung gebe. Sie behaupteten, alle Ordnung, Harmonie und Abstimmung im Universum sei nur das Ergebnis von Zufällen. Auch diese Behauptung, wie die auf den vorigen Seiten, beherrschte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Wissenschaftswelt und lenkte die wissenschaftliche Arbeit.

So wurde zum Beispiel eine Hypothese namens „Chaostheorie“ in die Welt gesetzt, um zeigen zu können, dass es im Universum keine Ordnung gibt. Wie wir auch auf den vorigen Seiten angesprochen haben, wurde in dieser Theorie behauptet, aus dem Chaos (der Unordnung) entstehe von selbst Ordnung, und zur Unterstützung dieser Behauptung wurden unzählige wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt. Mathematische Berechnungen, Arbeiten der theoretischen Physik, physikalische Experimente und chemische Untersuchungen wurden ständig fortgeführt, um eine Antwort auf die Frage zu finden: „Wie lässt sich zeigen, dass das Universum das Ergebnis eines Chaos ist?“

In Wirklichkeit aber hat jede neue Forschung ihre Annahmen von Chaos und Zufall noch unhaltbarer gemacht und gezeigt, dass im Universum in Wahrheit eine gewaltige Ordnung herrscht. Insbesondere die seit den 1960er-Jahren durchgeführten Forschungen machen deutlich, dass alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten im Universum für das menschliche Leben äußerst fein abgestimmt sind. Je weiter die Forschungen voranschritten, desto mehr wurde nach und nach aufgedeckt, dass die Gesetze der Physik, Chemie und Biologie im Universum, die Grundkräfte wie die Schwerkraft und der Elektromagnetismus sowie der Aufbau der Atome und Elemente genau so geordnet sind, wie es für das menschliche Leben notwendig ist.

Wenn wir ein komplexes System sehen, verstehen wir sofort, dass dieses System von einem bewussten, mit Verstand begabten Wesen geschaffen wurde.
Wenn wir ein komplexes System sehen, verstehen wir sofort, dass dieses System von einem bewussten, mit Verstand begabten Wesen geschaffen wurde.

Die Wissenschaftler des Westens nennen diese außergewöhnliche Ordnung heute das „anthropische Prinzip“ (Anthropic Principle). Dieses Prinzip besagt im Kern, dass jedes Detail im Universum auf einen Zweck hin geordnet ist, der das menschliche Leben berücksichtigt.

Mit diesem Ergebnis hat sich gezeigt, dass die Suggestion, die die materialistische Philosophie der Wissenschaftswelt aufgezwungen hat, „das Universum ist ein Haufen Materie ohne jeden Zweck und Sinn und funktioniert durch Zufälle“, in Wahrheit ein wissenschaftswidriges Märchen ist. Der bekannte Molekularbiologe Michael Denton äußert sich dazu in seinem Buch „Nature’s Destiny: How the Laws of Biology Reveal Purpose in the Universe“ (Die Bestimmung der Natur: Wie die Gesetze der Biologie den Zweck im Universum offenbaren) folgendermaßen:

„Das neue Bild, das sich in der Astronomie des 20. Jahrhunderts abzeichnet, stellt eine ernste Herausforderung für eine Annahme dar, die in den vergangenen vier Jahrhunderten in wissenschaftlichen Kreisen weithin akzeptiert war: die Vorstellung, das Leben sei ein zufälliges und unbedeutendes Phänomen, das im Universum aufgetaucht ist ... Die von der modernen Kosmologie und Physik vorgelegten Beweise sind in Wirklichkeit genau die Beweise, nach denen die Verfechter der natürlichen Theologie im 17. Jahrhundert suchten, die sie aber aufgrund des damaligen Standes der Wissenschaft nicht finden konnten.“9

Die in diesem Kommentar erwähnten „Verfechter der natürlichen Theologie“ sind religiöse Wissenschaftler, die im 17. und 18. Jahrhundert lebten und sich zum Ziel gesetzt hatten, gestützt auf wissenschaftliche Beweise den Atheismus zu widerlegen und die Existenz Gottes zu beweisen. Doch wie im obigen Kommentar ebenfalls mitgeteilt wird, führte der niedrige Stand der damaligen Wissenschaft dazu, dass für die von diesen Wissenschaftlern dargelegten Wahrheiten nicht genügend Beweise erbracht werden konnten, und infolgedessen wurde die Ideologie des Materialismus im 19. Jahrhundert in der Wissenschaftswelt vorherrschend. In Wirklichkeit aber hat die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts diesen Prozess umgekehrt und die deutlichen Beweise dafür ans Licht gebracht, dass Gott das Universum erschaffen hat.

Worauf hier zu achten wichtig ist, ist der Zeitverlust, den der materialistische Aberglaube „Im Universum gibt es keinen Zweck und keine Ordnung“ der Wissenschaftswelt eingebracht hat. Alle Theorien, Formeln, Arbeiten der theoretischen Physik, mathematischen Gleichungen usw., die zur Unterstützung dieses Aberglaubens in die Welt gesetzt wurden, sind allesamt vergeudete Mühen. So wie die rassistische Ideologie den Zweiten Weltkrieg anheizte und die Menschheit in die Katastrophe stürzte, so hat auch die materialistische Ideologie die Wissenschaftswelt für nichts und wieder nichts in die Finsternis gestürzt.

Hätte die Wissenschaftswelt hingegen statt des Irrtums des Materialismus die Wahrheit, dass Gott das Universum erschaffen hat, zur Grundlage genommen, so wären auch die wissenschaftlichen Forschungen dieser Wahrheit entsprechend durchgeführt worden.

Was die Wissenschaftswelt durch die hoffnungslosen Bemühungen, die Evolutionstheorie zu beweisen, verloren hat

Das deutlichste Beispiel dafür, dass die Wissenschaft auf falschen Grundlagen aufgebaut wurde, lässt sich in Darwins Evolutionstheorie sehen; diese Theorie, die vor 140 Jahren in die Wissenschaftswelt eingeführt wurde, war in Wirklichkeit der größte Irrtum der gesamten Wissenschaftsgeschichte.

Die Evolutionstheorie behauptet, das Leben sei durch Zufälle infolge der Verbindung einiger unbelebter Stoffe entstanden. Nach dieser Behauptung haben sich diese zufällig entstandenen Lebewesen wiederum infolge von Zufällen weiterentwickelt und in andere Lebewesen verwandelt. Um dieses Szenario zu beweisen, werden seit mehr als anderthalb Jahrhunderten große Anstrengungen unternommen, doch die wissenschaftlichen Beweise sprechen stets gegen die Theorie. So zeigen alle gewonnenen Beweise, dass es niemals eine Evolution gegeben hat, dass die schrittweise Umwandlung der Lebewesen ineinander nicht zutrifft und dass alle Arten von Lebewesen einzeln und so, wie sie sind, erschaffen wurden.

Dennoch fahren die Evolutionisten trotz all dieser deutlichen Beweise fort, unzählige Forschungen und Experimente durchzuführen, um die Evolution zu beweisen, bändeweise Bücher zu schreiben, die nur aus Unsinn und Lügen bestehen, Institute zu gründen, Konferenzen abzuhalten und Fernsehprogramme zu produzieren. Dass Tausende von Wissenschaftlern und gewaltige Summen an Geld und Mitteln für eine unwahre Behauptung vergeudet werden, ist ein großer Verlust für die Menschheit. Wären diese Mittel statt all dieses Schadens sinnvoll eingesetzt worden, hätten bis heute auf sehr nützlichen Gebieten der Wissenschaft sehr wichtige Schritte unternommen und genaue Ergebnisse erzielt werden können.

Manche Wissenschaftler und Denker erkennen, welch großer Irrtum die Evolution ist. Der britische Journalist und Denker Malcolm Muggeridge sagt dazu:

„Ich selbst bin zu der Überzeugung gelangt, dass die Evolutionstheorie einer der größten Witze in den Geschichtsbüchern der Zukunft sein wird. Künftige Generationen werden mit Staunen zur Kenntnis nehmen, dass eine so haltlose und vage Hypothese mit unglaublicher Leichtgläubigkeit akzeptiert wurde.“10

Der skandinavische Wissenschaftler Søren Løvtrup sagt in seinem Buch „Darwinism: The Refutation of a Myth“ (Darwinismus: Die Widerlegung eines Mythos):

„Ich denke, jeder wird zustimmen, dass es ein großes Unglück ist, wenn ganze Wissenschaftszweige von einer falschen Theorie abhängig werden. Genau das aber ist in der Biologie geschehen. Seit langer Zeit diskutieren die Menschen das Thema Evolution mit darwinistischen Begriffen, mit Begriffen wie ‚Anpassung‘, ‚Selektionsdruck‘ oder ‚natürliche Selektion‘. Und dann glauben sie, mit diesen Diskussionen einen Beitrag zur Erklärung der Naturerscheinungen geleistet zu haben. In Wirklichkeit aber leisten sie keinerlei Beitrag ... Ich glaube, dass der Mythos des Darwinismus eines Tages als die größte Täuschung in der Geschichte der Wissenschaft gelten wird.“11

Selbst manche evolutionistischen Wissenschaftler spüren, dass die Theorie, die sie verteidigen, nicht mit den Tatsachen übereinstimmt, und sind über diesen Zustand beunruhigt. Der evolutionistische Wissenschaftler Paul R. Ehrlich räumt in einem Interview in der Zeitschrift „Science“ („Wissenschaft“) mit den Worten „Die Evolutionstheorie heute als Dogma zu verewigen, wird befriedigenderen Erklärungen über die beobachtbare Welt im Wege stehen“12 – wenn auch indirekt – den Schaden ein, den der blinde Glaube an die Evolutionstheorie der Wissenschaft zufügt.

Betrachten wir nun die Kämpfe, die zur Unterstützung der wissenschaftswidrigen Behauptungen der Evolutionstheorie geführt wurden und in Wahrheit für die Wissenschaft nur einen Verlust an Zeit und Mitteln verursacht haben.

Die Verluste, die der Wissenschaft durch die Behauptung „Unbelebte Materie kann Leben

hervorbringen“ entstanden sind

Was ist der Ursprung des Lebens? Was unterscheidet einen Vogel oder eine Giraffe von Stein, Wasser, Erde, kurz: von unbelebter Materie?

Die Antwort auf diese Frage wird seit den frühesten Zeiten der Geschichte gesucht. Die Ansichten, die zu diesem Thema vertreten wurden, lassen sich auf zwei verschiedene Grundlagen zurückführen. Die erste Ansicht vertritt, dass zwischen Lebewesen und unbelebter Materie eine sehr dünne Grenze besteht, dass diese Grenze leicht überschritten werden kann und dass unbelebte Materie von selbst lebendig werden kann. Diese Ansicht nennt man in der Fachsprache „Abiogenese“.

Die zweite Ansicht hingegen geht davon aus, dass zwischen Leben und unbelebter Materie eine große und unüberwindliche Grenze besteht. Unbelebte Materie kann nicht von selbst lebendig werden, und jedes Lebewesen geht nur aus einem anderen Lebewesen hervor. Diese Ansicht, die mit dem Satz „Leben kommt aus Leben“ ausgedrückt wird, heißt „Biogenese“.

Interessanterweise hängt die Vorstellung der „Abiogenese“ mit der materialistischen Philosophie zusammen, die der „Biogenese“ hingegen mit religiösen Quellen. Die materialistische Philosophie hat von Anfang an stets vertreten, dass unbelebte Materie lebendig werden kann. Die Denker im antiken Griechenland glaubten, dass einfache Lebewesen fortwährend aus unbelebter Materie hervorgingen.

Im Gegensatz dazu teilen die göttlichen Quellen mit, dass allein Gott der Materie Leben verleiht. In den Versen des Quran heißt es:

„Gott ist es, der das Samenkorn und den Kern keimen und aufspringen lässt; Er bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen. Das ist Gott! Wie lasst ihr euch also (von Ihm) abwenden?“ (Sure 6:95, al-An’am)

„Ihm gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Er ist es, der lebendig macht und sterben lässt. Und Er hat Macht über alle Dinge.“ (Sure 57:2, al-Hadid)

Im Mittelalter, als das Wissen der Menschen über die Natur sehr begrenzt war, war der Glaube an die „Abiogenese“ infolge einiger falscher Beobachtungen weit verbreitet. Menschen, die sahen, dass sich in offen liegengelassenem Fleisch Maden bildeten, glaubten, die Maden seien auf dem Fleisch „von selbst“ entstanden. Auch von den Mäusen in den Speichern meinte man, sie entstünden von selbst in den Weizenhaufen. Dieser als „Urzeugung“ (spontaneous generation) bekannte Glaube wurde bis ins 17. Jahrhundert von breiten Massen akzeptiert.

Die Experimente zweier Wissenschaftler jedoch brachten den Glauben an die „Urzeugung“ zu Fall. Der erste von ihnen war Francesco Redi. In seinen Experimenten im Jahr 1668 bewies er, dass die Maden, die sich auf dem Fleisch bildeten, nicht von selbst entstanden, sondern aus Eiern schlüpften, die Fliegen dort abgelegt hatten. Angesichts dessen wichen die Verfechter der Idee der „Abiogenese“ zurück und behaupteten nun, nicht größere Lebewesen wie Maden oder Frösche, sondern mit bloßem Auge unsichtbare Mikroben entstünden aus unbelebter Materie. Die Debatten dauerten bis zu zwei Jahrhunderte an. Schließlich bewies der französische Biologe Louis Pasteur mit einer Reihe von Experimenten, dass auch Mikroben unmöglich aus unbelebter Materie entstehen können. Pasteur erklärte das erzielte Ergebnis folgendermaßen:

„Kann sich die Materie selbst organisieren? ... Nein, die heute vorliegenden Erkenntnisse zeigen, dass selbst mikroskopisch kleine Lebewesen nicht ohne ihnen ähnliche lebende Eltern auf die Welt kommen können.“13

Redi und Pasteur hatten eine wichtige Gemeinsamkeit: Beide Wissenschaftler glaubten an die Existenz Gottes und daran, dass Er alle Lebewesen erschaffen hat. Dieser Glaube spielte auch eine große Rolle dabei, die Unsinnigkeit der Idee der „Abiogenese“ zu erkennen. Während von der materialistischen Philosophie beeinflusste Wissenschaftler (Evolutionisten wie Darwin und Haeckel) beharrlich die Idee der „Abiogenese“ verteidigten, erkannten diese Gelehrten die Wahrheit der „Biogenese“, weil sie sich der Wissenschaft von der richtigen Grundlage aus näherten.

Die Evolutionisten aber stellten sich dieser offenkundigen Wahrheit weiterhin entgegen. Die blinde Bindung an die materialistische Philosophie verstrickte sie in einen hoffnungslosen Kampf, der ein Jahrhundert dauern sollte. Zwei materialistische Wissenschaftler namens Alexander Oparin und J. B. S. Haldane brachten den Begriff der „chemischen Evolution“ auf. Nach Oparin und Haldane vollzog sich die „Abiogenese“ nicht in kurzer Zeit, könnte aber über lange Zeiträume möglich sein. In Wirklichkeit wurde diese Behauptung, die vor allem einigen grundlegenden Gesetzen wie dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik widerspricht, zu einer solchen Sackgasse, dass sie der Wissenschaftswelt nur Zeitverlust einbrachte.

In dieser Zeit versuchten viele Wissenschaftler, Experimente durchzuführen, die die Behauptung der chemischen Evolution untermauern sollten, oder diese Behauptung mit neuen Theorien zu stützen. Riesige Labore, große Institute und Universitäten wurden mobilisiert, um diese Behauptung zu unterstützen. Doch all diese Bemühungen scheiterten.

Der bekannte Evolutionist und Leiter des Instituts für Biochemie an der Johannes Gutenberg-Universität, Professor Klaus Dose, gesteht ein, dass alle Bemühungen, zu beweisen, dass unbelebte Materie Leben hervorgebracht hat, zu keinem Ergebnis geführt haben:

„Mehr als 30 Jahre Experimente auf den Gebieten der chemischen und molekularen Evolution zum Thema Ursprung des Lebens haben, statt eine Antwort auf die Frage nach dem Ursprung des Lebens zu liefern, eher dazu geführt, dass man erkannt hat, wie gewaltig das Problem ist. Gegenwärtig enden alle Theorien und Experimente zu diesem Thema entweder in einer Sackgasse oder in einem Eingeständnis der Unwissenheit.“14

Wäre die Wissenschaftswelt nicht dem materialistischen Aberglauben der „Abiogenese“ verfallen, hätten all diese ziellosen Bemühungen, die unter dem Namen „chemische Evolution“ unternommen wurden, vielleicht auf nützlichere Arbeiten gelenkt werden können. Hätte die Wissenschaftswelt in dem Wissen gehandelt, dass Gott das Leben erschaffen hat und allein unser Herr die Macht besitzt, Leben zu geben, so hätte man die Verschwendung von Zeit, Geld und Menschenkraft verhindern können. In diesem Fall hätte sich die Wissenschaft, statt antike griechische Legenden zu beweisen, neuen Entdeckungen und Forschungen zugewandt, die der Menschheit Nutzen bringen.

Heute hat die Wissenschaftswelt gezeigt, dass unbelebte Stoffe sich nicht durch Zufälle selbst ordnen und, indem sie sich mit anderen unbelebten Stoffen verbinden, eine makellose, äußerst komplexe Zelle hervorbringen können. Ebenso ist offenkundig, dass die Millionen von Arten von Lebewesen, die wir um uns herum sehen, nicht, wie die Evolutionisten behaupten, aus zufällig zusammengekommenen Zellen entstanden sein können. Es ist klar, dass eine Rose, ein Pfau, ein Tiger, eine Ameise, kurz gesagt: kein einziges Lebewesen durch den Willen bewusstloser Zellen ins Dasein getreten ist, die aus der Verbindung bewusstloser Atome entstanden sind.

Auch ein Wissenschaftler, der zu diesen Themen eingehende Forschungen betreibt, ist kein Wesen, das dadurch entstanden ist, dass bewusstlose Atome eine Entscheidung trafen. Es besteht kein Zweifel, dass es unmöglich ist, dass bewusstlose Atome einen äußerst bewussten Menschen hervorbringen.

So wurde im Quran schon vor Tausenden von Jahren aufgezeigt, dass Gott das Leben aus dem „Nichts“ erschaffen hat, dass Gott derjenige ist, der Leben gibt, und dass kein anderes Wesen außer Ihm die Macht besitzt, „Leben zu geben“.

Hätte sich die Wissenschaft auf diese Wahrheiten gestützt, die Gott den Menschen mitgeteilt hat, hätte sie nicht so lange Zeit verloren, indem die Evolutionisten mit ergebnisloser Forschung „die Zeit totschlugen“.

Der Verlust, den die Versuche, die Behauptung der „Evolution der Arten“ zu beweisen, der Wissenschaft eingebracht haben

Auf der Erde gibt es Millionen von Arten von Lebewesen, und diese Arten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht voneinander. Pferde, Vögel, Schlangen, Schmetterlinge, Fische, Katzen, Fledermäuse, Würmer, Ameisen, Elefanten, Mücken, Bienen, Delfine, Seesterne, Quallen, Kamele ... Zwischen den körperlichen Eigenschaften jedes dieser Lebewesen, der Umgebung, in der sie leben, ihren Jagdmethoden, Verteidigungstaktiken, Ernährungsgewohnheiten, ihrer Fortpflanzung, kurz, allen Eigenschaften, die sie besitzen, bestehen große Unterschiede.

„Und Gott hat jedes Lebewesen aus Wasser (einem Tropfen) erschaffen. Manche von ihnen kriechen auf dem Bauch, manche gehen auf zwei Beinen und manche auf vier. Gott erschafft, was Er will. Wahrlich, Gott hat Macht über alle Dinge!“ (Sure 24:45, an-Nur)

„Wahrlich, in den Himmeln und auf der Erde sind Zeichen für die Gläubigen! Und in eurer Erschaffung und in den Lebewesen, die Er verbreitet hat, sind Zeichen für Leute, die mit Gewissheit glauben.“ (Sure 45:3-4, al-Dschathiya)
„Wahrlich, in den Himmeln und auf der Erde sind Zeichen für die Gläubigen! Und in eurer Erschaffung und in den Lebewesen, die Er verbreitet hat, sind Zeichen für Leute, die mit Gewissheit glauben.“ (Sure 45:3-4, al-Dschathiya)

Wie aber sind diese Lebewesen entstanden?

Jeder, der unter Gebrauch seines Verstandes über diese Frage nachdenkt, wird begreifen, dass alle Lebewesen makellos erschaffen wurden. Jedes Design weist auf die Existenz des Designers hin, der es geschaffen hat. Auch die Lebewesen beweisen, wie alle anderen Beispiele von Design im Universum, die Existenz Gottes.

Und tatsächlich wurde uns diese Wahrheit durch den Islam mitgeteilt.

Im Quran hat Gott uns erklärt, wie die Lebewesen entstanden sind: Unser Herr hat alle Arten von Lebewesen einzeln erschaffen. Mit Seinem unvergleichlichen Design und Seinem unendlichen Wissen hat Gott jedem Lebewesen ganz unterschiedliche Eigenschaften verliehen und den Menschen Seine unendliche Macht, Seinen Verstand und Sein Wissen kundgetan. Einige der Verse über die Erschaffung der Lebewesen lauten:

„Und zu Seinen Zeichen gehört die Erschaffung der Himmel und der Erde und der Lebewesen, die Er in beiden verbreitet hat. Und Er hat die Macht, sie zu versammeln, wann immer Er will!“ (Sure 42:29, asch-Schura)

„Und Gott hat jedes Lebewesen aus Wasser erschaffen. Manche von ihnen kriechen auf dem Bauch, manche gehen auf zwei Beinen und manche auf vier. Gott erschafft, was Er will. Wahrlich, Gott hat Macht über alle Dinge!“ (Sure 24:45, an-Nur)

„Gott hat die Himmel ohne Stützen erschaffen, die ihr sehen könntet, und auf der Erde festgegründete Berge errichtet, damit sie nicht mit euch schwankt, und auf ihr Tiere jeder Art verbreitet. Und Wir sandten vom Himmel Regen herab und ließen auf ihr Pflanzen jeder edlen Art wachsen. Das ist die Schöpfung Gottes. Zeigt Mir nun, was andere (außer Gott) erschaffen haben. Nein, die Ungerechten sind in offenkundigem Irrtum.“ (Sure 31:10-11, Luqman)

Carl von Linné, der glaubte, dass alle Lebewesen von Gott erschaffen wurden, hat die Lebewesen als Erster klassifiziert und untersucht und wurde zum Begründer dieses Systems.
Carl von Linné, der glaubte, dass alle Lebewesen von Gott erschaffen wurden, hat die Lebewesen als Erster klassifiziert und untersucht und wurde zum Begründer dieses Systems.

Diese Wahrheit der Schöpfung hat Wissenschaftlern bei der Entstehung von Wissenschaftsgebieten wie Biologie, Anatomie und Paläontologie geholfen. Große Gelehrte wie Carl von Linné, der die Lebewesen als Erster nach Klassen geordnet untersuchte und als „Begründer der Systematik“ bekannt ist, Georges Cuvier, der Begründer der Fossilienkunde und der vergleichenden Anatomie, Gregor Mendel, der die Vererbungsgesetze entdeckte und damit den Grundstein der Genetik legte, oder Louis Agassiz, der als „größter Biologe Amerikas im 19. Jahrhundert“ gilt, betrieben Wissenschaft in dem Wissen, dass Gott alle Arten von Lebewesen erschaffen hat.

Mit der Anerkennung der von Charles Darwin in die Welt gesetzten Evolutionstheorie jedoch hatte die Wissenschaftswelt mit Versuchen begonnen, „zu beweisen, dass die Arten durch Evolution auseinander hervorgegangen sind“. Dieser Versuch hatte die Wissenschaftler zu vielen ergebnislosen Forschungen verleitet. Bei Fossilgrabungen in allen Teilen der Welt begann man, nach Fossilien von Übergangsformen zu suchen, die es in Wirklichkeit nie gegeben hat. Man ersann imaginäre Szenarien darüber, wie die Arten durch Evolution auseinander hervorgegangen seien. Diese Szenarien fanden Eingang in wissenschaftliche Zeitschriften und wurden in den Schulen jungen Menschen als Lehrstoff vermittelt.

Um besser zu verstehen, dass die Evolutionisten ihre Wissenschaft für leere Fantasien gebrauchen, ist es gut, einige Beispiele dieser Szenarien anzuführen. So erzählt zum Beispiel eine evolutionistische Quelle folgende Geschichte über die Umwandlung von Reptilien in Säugetiere:

„Einige Reptilien, die in kalten Gebieten lebten, entwickelten eine Methode, ihren Körper zu wärmen ... Ihre Schuppen wurden immer spitzer und verwandelten sich in Haare. Eine weitere Anpassung, die in dieser Phase stattfand, war die Entstehung des Schwitzens: Es ermöglichte dem Lebewesen, seinen Körper bei Bedarf durch die Verdunstung von Wasser zu kühlen. Zu dieser Zeit begannen unerwartet einige Jungtiere, zur Ernährung den Schweiß vom Körper ihrer Mütter zu lecken. Aus diesen Gründen begannen manche Schweißdrüsen immer mehr Schweiß abzusondern, und diese Absonderung verwandelte sich schließlich in Milch. So hatten die Jungen dieser ersten Säugetiere einen besseren Start ins Leben.“15

Um die Richtigkeit dieser evolutionistischen Behauptung zu beweisen, hätten „unmögliche“ Vorgänge wie die Umwandlung von Schweiß in Milch und von Schuppen in Haare wissenschaftlich bewiesen werden müssen, und Tausende von Wissenschaftlern haben auch diesmal Zeit auf diese Geschichte verwendet. In Wirklichkeit ist keine dieser Umwandlungen möglich. Zunächst einmal kann die Muttermilch, die alles enthält, was ein Säugling braucht, nicht, wie in der obigen Behauptung, durch eine Evolution von „Schweiß“ entstanden sein. Denn die Muttermilch ist eine Substanz, die speziell auf den Bedarf des Säuglings abgestimmt und in jeder Phase nach einer bestimmten Planung geregelt ist. Jede Substanz, die ein Säugling braucht, entsteht in der Muttermilch genau dann, wenn sie benötigt wird. Am Tag etwa, an dem der Säugling Kalium braucht, enthält die Muttermilch große Mengen Kalium. Eine solche Regelung gilt auch für alle anderen Substanzen, die der Säugling entsprechend seiner Entwicklung benötigt. Es ist klar, dass ein derart wunderbares Nahrungsmittel unmöglich durch bewusstlose Zufälle entstehen kann.

Ebenso widerspricht auch der andere Teil der obigen Behauptung, die Geschichte, dass „sich die Schuppen der Reptilien durch Evolution in die Haare der Säugetiere verwandelt haben“, den wissenschaftlichen Fakten. Schuppen und Haare haben einen völlig unterschiedlichen Aufbau:

  1. Haare haben eine follikuläre Struktur, das heißt, sie wachsen in einem Säckchen. Schuppen hingegen sind Schichten in der Haut. Außerdem unterscheiden sich die Phasen der Entwicklung, des Wachstums und des Abwerfens bei Schuppen von denen der Haare; in diesen Aspekten ähneln sie einander überhaupt nicht.
  1. Es gibt keinerlei Beweis dafür, dass Haare durch Evolution aus Schuppen entstanden sind. So wie es zu dieser Behauptung der Evolutionisten keine Fossilien gibt, gibt es auch keinen logischen Mechanismus, den sie vorbringen könnten.

Die unwissenschaftliche „Geschichte“, die zur imaginären Umwandlung von Reptilien in Säugetiere vorgebracht wird, ist nicht die einzige. Jeder Evolutionist hat seine eigene „Geschichte“. In ähnlicher Weise wurden auch viele imaginäre Szenarien darüber entworfen, wie sich Dinosaurier durch Evolution in Vögel verwandelt haben sollen. In einem dieser Szenarien wird erzählt, die Dinosaurier hätten zu fliegen begonnen, während sie Mücken jagten. Ein anderes Szenario behauptet, die Dinosaurier hätten beim Springen von Baum zu Baum ihre Flügel ausgebreitet und seien geflogen. Die Aufgabe, diese Szenarien, die jeder Evolutionist dank seiner Fantasie erfindet, zu „beweisen“, fällt dann der Wissenschaft zu. Viele Wissenschaftler haben bis heute erforscht, wie Dinosaurier im Laufen oder beim Springen von Ast zu Ast fliegen konnten, und Jahre damit verbracht zu beweisen, wie sich Schuppen in Vogelfedern verwandelt haben. Der bekannte Evolutionist und Ornithologe Alan Feduccia ist ebenfalls einer der evolutionistischen Wissenschaftler, die Jahre vergeblich auf dieses Thema verwendet haben. Feduccia, der 25 Jahre der Untersuchung der Frage gewidmet hatte, ob es eine Verbindung zwischen Dinosauriern und Vögeln gibt, legte am Ende seiner Arbeit folgendes Geständnis ab:

„Ich habe 25 Jahre lang Vogelschädel untersucht und keinerlei Ähnlichkeit zwischen ihnen und den Dinosauriern gefunden. Die Theorie, dass Vögel durch Evolution aus Vierbeinern hervorgegangen seien, wird die größte Blamage der Paläontologie im 20. Jahrhundert sein.“16

Vogelfedern haben einen völlig anderen Aufbau als die Schuppen der Reptilien und wurden mit äußerst komplexen Eigenschaften erschaffen, die den Vögeln beim Fliegen helfen.
Vogelfedern haben einen völlig anderen Aufbau als die Schuppen der Reptilien und wurden mit äußerst komplexen Eigenschaften erschaffen, die den Vögeln beim Fliegen helfen.

Die Evolutionsszenarien enden damit nicht. Wie auch der evolutionistische Paläontologe Dr. Colin Patterson eingesteht: „Es gibt über die Natur des Lebens viele hoffnungslose Geschichten, eine fantastischer als die andere.“17 Die Evolutionisten haben die fantastische Idee in die Welt gesetzt, dass Meeressäuger wie Wale und Delfine durch die Evolution von Bären entstanden seien, die gern ins Meer gingen. Um für dieses Szenario eine Grundlage zu finden, stellten sie Theorien über halb Bär, halb Wal seiende Lebewesen auf und schrieben Geschichten über „gehende Wale“.

Natürlich können die Evolutionisten fantasieren, wie sie wollen, und an die Szenarien glauben, die sie wollen. Das Problem ist aber, dass sie die Mittel und die Zeit der Wissenschaft vergeudet haben, um diese Szenarien zu „beweisen“. Wie ein anderer bekannter evolutionistischer Wissenschaftler, Pierre-Paul Grassé, über die Evolutionsszenarien sagte: „Es gibt kein Gesetz, das das Träumen verbietet, aber die Wissenschaft sollte nicht damit vermengt werden.“18

Solange die Wissenschaft für Hypothesen mit falschem Fundament wie dem Darwinismus eingesetzt wird, wird sie weiterhin solchen Märchen nachlaufen. Würde hingegen die Wahrheit der Schöpfung anerkannt, so würden all diese ergebnislosen Bemühungen, die der Wissenschaft im Weg stehen, verschwinden. Wie wir eingangs erwähnt haben, hat Gott jede Art von Lebewesen einzeln erschaffen. Die körperlichen Eigenschaften, Ernährungsgewohnheiten, Jagdmethoden, Verteidigungstaktiken, die Aufzucht der Jungen usw. jeder Art stehen in makelloser Übereinstimmung miteinander. Zu behaupten, diese Übereinstimmung sei zufällig entstanden, und dann zu versuchen, dies zu beweisen, ist völlig unangebracht. Denn diese Makellosigkeit kann nicht zufällig entstehen, sondern nur durch die Macht und Kontrolle unseres Herrn, des erhabenen Schöpfers. Statt Geschichten zu ersinnen, die ein Produkt der Fantasie sind, wird es der Wissenschaft daher sehr große Beiträge bringen, die vorhandenen Systeme zu erforschen und deren Eigenschaften ans Licht zu bringen. Das Wichtigste von allem aber ist, dass Forschungen in dieser Richtung uns helfen, Gott, den Besitzer überlegener Macht, der den Menschen und das gesamte Universum aus dem Nichts erschaffen hat, besser kennenzulernen.

Das Problem der Mutation

Eine der Behauptungen der Evolutionstheorie, die der Wissenschaft Zeit raubt, sind die hoffnungslosen Forschungen nach „nützlichen Mutationen“. Der Neodarwinismus führt zwei Begriffe als „Evolutionsmechanismus“ an, und einer davon sind die Mutationen. Deshalb ist es für die Evolutionstheorie zwingend, zu beweisen, dass Mutationen eine nützliche Wirkung auf die Lebewesen haben. Doch entgegen den Behauptungen der Evolutionisten sind Mutationen stets schädlich, und es wurde nie beobachtet, dass sie eine evolutionäre Wirkung hätten.

Die Evolutionisten behaupten, dass sich die Vorderbeine von Dinosauriern, die Fliegen jagten, in Flügel verwandelt hätten; sie scheuen nicht davor zurück, solche imaginären, ja lächerlichen Theorien in die Welt zu setzen.
Die Evolutionisten behaupten, dass sich die Vorderbeine von Dinosauriern, die Fliegen jagten, in Flügel verwandelt hätten; sie scheuen nicht davor zurück, solche imaginären, ja lächerlichen Theorien in die Welt zu setzen.

Die Evolutionisten aber haben beharrlich künstliche Mutationen erzeugt und sich auf einen jahrzehntelangen Kampf eingelassen, um nützliche Mutationen zu beobachten. So wurden zum Beispiel an Fruchtfliegen sehr viele Mutationsexperimente durchgeführt, stets in der Hoffnung, dass eine „Mutation, die die genetische Information verbessert“, eintreten werde. Das Ergebnis aber war ein völliger Fehlschlag. Der evolutionistische Wissenschaftler Michael Pitman sagt über solche jahrelang andauernden Mutationsexperimente, die keinerlei Ergebnis brachten:

„Viele Genetiker haben Fruchtfliegen über Generationen hinweg unzähligen Mutationen unterworfen. Ist daraus am Ende eine künstliche Evolution hervorgegangen? Leider nein. Nur ein sehr kleiner Teil der von den Genetikern geschaffenen Geschöpfe konnte außerhalb der Flaschen, in denen sie gefüttert wurden, überleben. In der Praxis sind alle mutierten Fliegen entweder gestorben, verkrüppelt geblieben oder unfruchtbar geworden.“20

Der bekannte Evolutionist Gordon Taylor bringt zum Ausdruck, dass 50 Jahre an Mutationsexperimente verloren wurden:

„Fünfzig Jahre lang wurden Tausende von Experimenten an Fliegen durchgeführt, doch niemals wurde die Entstehung einer neuen Art beobachtet. Nicht einmal ein einziges Enzym ist entstanden.“21

Betrachtet man die Behauptungen der Evolutionisten zu anderen wissenschaftlichen Themen, ändert sich die Lage nicht. Die Evolutionisten verteidigen den Darwinismus trotz aller wissenschaftlichen Entdeckungen und versuchen dies dann sogar zu verbergen, indem sie es als „wissenschaftliche Geduld“ verkleiden. In Wirklichkeit ist das, was sie an den Tag legen, keine wissenschaftliche Geduld, sondern Starrsinn gegenüber der Wissenschaft.

Das Problem der Fossilien

Ein weiterer Grund für den Zeitverlust, den die Evolutionstheorie der Wissenschaft eingebracht hat, ist, dass die Paläontologie (die Wissenschaft, die Fossilien erforscht) beim Versuch, diese Theorie zu beweisen, in eine Sackgasse geraten ist. Natürlich braucht man paläontologische Forschungen, um die Geschichte des Lebens auf der Erde kennenzulernen. Doch die falschen Ansichten der Evolutionstheorie wirken sich negativ auf die Fossilforschung aus und lenken die Wissenschaftler in die falsche Richtung. Insbesondere einige der Paläontologen, die das Thema „Vorfahr des Menschen“ erforschen, sind in eine völlige Sackgasse geraten. Alle Forschungen, die sie durchgeführt haben, um imaginäre Halb-Affe-halb-Mensch-Wesen zu finden, sind ergebnislos geblieben.

Außerdem muss gesagt werden, dass Fossilforschungen unter sehr schwierigen Bedingungen durchgeführt werden und große finanzielle Mittel erfordern. Die Errichtung von Lagern, in denen Forschungsteams aus Dutzenden von Menschen vor allem in Gebieten wie den afrikanischen Steppen monatelang leben können, und die Arbeiten, die unter diesen schwierigen Bedingungen, unter glühender Sonne, mit einer finanziellen Unterstützung von Milliarden Dollar durchgeführt werden, haben seit anderthalb Jahrhunderten keinerlei Ergebnis gebracht.

Der bekannte evolutionistische Fossilforscher Richard Leakey und der bekannte Forscher Roger Lewin haben über diese ergebnislosen Arbeiten folgendes Geständnis abgelegt:

„Leider gibt uns der Weg der menschlichen Evolution nur sehr wenige und schwache Hinweise: Steinwerkzeuge, Schädelfragmente, ein Stück eines Beinknochens, ein halber Kieferknochen, in seltenen Fällen ein vollständiger Schädel und natürlich sehr viele Zähne ... Das ist alles, was wir in den Gesteinen finden konnten, in denen einst unsere Vorfahren lebten und die heute tief begraben sind ... Würde jemand zum Beispiel versuchen, alle bisher gefundenen Fossilien unserer Vorfahren, die vor fünf bis einer Million Jahren lebten, in einem Raum zu sammeln, so würden einige große Tische genügen, um sie alle auszustellen. Schlimmer noch: Um die Fossilfunde von Hominiden, die vor 15 bis 6 Millionen Jahren lebten, unterzubringen, würde ein nicht allzu großer Schuhkarton ausreichen.“22

All dies ist eine Verschwendung von Zeit, Wissen, Arbeit, Geld und Mitteln, die unter dem Namen „Wissenschaft“ eingesetzt werden. In der ganzen Welt wurden Tausende von Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Organisationen, Millionen von Wissenschaftlern, Lehrern und Studenten, Labore, technisches Personal und technische Geräte sowie unzählige weitere Mittel für den Beweis einer wirklichkeitsfremden Behauptung mobilisiert. Doch es kommt kein Ergebnis heraus; die neu gewonnenen Funde zeigen noch deutlicher, dass die Evolutionsbehauptung falsch ist.

Der evolutionistische Wissenschaftler S. J. Jones erklärt in einem Artikel, den er in der Zeitschrift „Nature“ („Natur“) schrieb, die Sackgasse, in die die Paläoanthropologie, das heißt die Fossilforschung über den Vorfahren des Menschen, geraten ist, folgendermaßen:

„Paläoanthropologen versuchen, den Mangel an Fossilien nervös zu verbergen. Die Paläoanthropologie dürfte noch immer das einzige Wissenschaftsgebiet sein, in dem man allein dadurch bekannt wird, dass man eine Idee vorbringt. In der Paläoanthropologie hängt die Anerkennung einer Idee davon ab, wer am lautesten schreit.“23

Die Verluste, die diejenigen, die die „makellose Ordnung in der Natur“ leugnen, der Wissenschaft „eingebracht“ haben

Die Wahrheit der Schöpfung in der Natur, mit anderen Worten die „Ordnung“ in der Natur, nicht anzuerkennen, versperrt in Wirklichkeit der wissenschaftlichen Forschung den Weg. Denn ein Gelehrter, der weiß, dass es in der Natur eine Ordnung gibt, macht sich mit dem Gedanken an die Arbeit, diese Ordnung und ihren Zweck zu erforschen. Ein Evolutionist hingegen wird diesem Ziel nicht dienen, weil er die gesamte Natur als einen zwecklosen Haufen Materie sieht.

Der amerikanische Mathematiker und Philosoph William Dembski ist einer der Wissenschaftler, die verteidigen, dass es in der Natur eine „Ordnung“ gibt. Dembski erklärt, dass die evolutionistische Sichtweise den wissenschaftlichen Fortschritt verlangsamt, weil sie in der Natur keinen Zweck sieht. Als Beispiel dafür führt er den Begriff „Junk-DNA“ („leere DNA“) an, den die Evolutionisten in Bezug auf die DNA aufgebracht haben („leere DNA“ sind nach der Annahme evolutionistischer Wissenschaftler DNA-Abschnitte, die keinerlei genetische Information enthalten und folglich keinerlei Funktion haben). Dembski sagt:

„Der Begriff der Ordnung wird den wissenschaftlichen Fortschritt nicht aufhalten. Im Gegenteil: In den Bereichen, in denen die herkömmlichen evolutionistischen Ansätze der wissenschaftlichen Forschung geschadet haben, wird der Begriff der Ordnung neuen Forschungen Auftrieb geben. Betrachten wir den Begriff der ‚Junk-DNA‘. Mit diesem Begriff wird angenommen, die genetische Information eines Lebewesens sei das Produkt eines langen und ziellosen Evolutionsprozesses und folglich sei nur ein Teil dieser genetischen Information für den Organismus nützlich. Nach der evolutionistischen Denkweise müsste es eine beträchtliche Menge nutzloser DNA-Abschnitte geben. Erkennen wir aber an, dass die Lebewesen geordnet wurden, dann werden wir annehmen, dass die DNA hochgradig funktional ist. Tatsächlich zeigen einige der neuesten Entdeckungen, dass die Annahme, einige Abschnitte der DNA seien ‚leer‘, in Wirklichkeit auf unser geringes Wissen über die DNA zurückgeht. In einer der letzten Ausgaben des ‚Journal of Theoretical Biology‘ teilt John Bodnar mit, dass die nicht codierenden (also ‚leeren‘) DNA-Stücke in der genetischen Information eukaryotischer Zellen in Wirklichkeit eine Art ‚genetischer Sprachcodes‘ sind, die das Wachstum und die Entwicklung des Organismus gewährleisten. Der Begriff der Ordnung lenkt die Wissenschaftler dazu, (in den Lebewesen) nach Funktionen zu suchen, die Evolution hingegen behindert dieses Bemühen ... Den Begriff der Ordnung in die Wissenschaft einzuführen, wird die wissenschaftlichen Bemühungen noch steigern ... Alle Erkenntnismittel, die bisher für den wissenschaftlichen Fortschritt verwendet wurden, werden weiterhin verwendet werden. Doch der Begriff der Ordnung verschafft dem Wissenschaftler ein neues Erkenntnismittel. Er bringt neue Forschungsthemen hervor. Denn wenn wir wissen, dass etwas geordnet wurde, wollen wir auch herausfinden, wie es erschaffen wurde und welchen Zweck es hat.“24

Wie man sieht, eröffnet die Erkenntnis, dass die Lebewesen von Gott erschaffen wurden, der Wissenschaft sowohl neue Horizonte als auch ein richtigeres Verständnis der Natur.

Da die materialistischen Wissenschaftler jedoch Gottes Schöpfung leugnen, behaupten sie, jedes Lebewesen in der Natur sei durch Zufälle entstanden. Ihnen zufolge ist es in einem zufällig entstandenen Universum völlig natürlich, dass es „fehlerhafte oder unnötige Stoffe“ oder eine „fehlerhafte Ordnung“ gibt.

Infolge dieser falschen Denkweise wurden bis heute viele wissenschaftliche Beweise falsch bewertet und viele Wahrheiten über lange Jahre nicht ans Licht gebracht. Ein materialistischer Gelehrter etwa, der eine in der Natur gefundene Vogelfeder betrachtet, wird angesichts ihres asymmetrischen Aufbaus meinen, dieser Aufbau sei ungeordnet, „weil er zufällig entstanden ist“, und es nicht für nötig halten, den asymmetrischen Aufbau der Feder zu untersuchen.

Für einen Gelehrten hingegen, der daran glaubt, dass Gott jedes Wesen zu einem Zweck und mit einer makellosen Ordnung erschaffen hat, ist der asymmetrische Aufbau der Feder eine Eigenschaft, die unbedingt untersucht werden muss. Ein Gelehrter, der in diesem Sinne vorgeht, wird in sehr kurzer Zeit erkennen, dass der asymmetrische Aufbau der Vogelfedern für das Fliegen der Vögel wichtig ist und Vögel mit symmetrischem Federaufbau nicht fliegen können.

Ähnlichen Beispielen begegnet man in der Wissenschaftswelt häufig. So erlebte man zum Beispiel auch unter Wissenschaftlern, die Honigbienen erforschten, eine ähnliche Situation. Einige Wissenschaftler, die berechneten, in welchem Winkel die Bienen ihre Waben verbinden, kamen zu dem Ergebnis, dass die beiden von den Bienen verwendeten Winkelmaße um 0,02 Grad von den Maßen im vollkommensten Verhältnis abweichen (bei den Messungen wurde festgestellt, dass die Bienen diese Winkel mit 109,28 bzw. 70,32 Grad bauen. Mit sehr genauen Berechnungen hatte der Mathematiker König ermittelt, dass die für diesen Zweck geeignetsten Winkel 109,26 und 70,34 Grad betragen müssten).

Die Wissenschaftler, die sich mit dem Thema befassten, gelangten zu dem Schluss, dass die Bienen einen kleinen Rechenfehler gemacht hatten; der schottische Mathematiker Colin Maclaurin (1698–1746) jedoch gab sich mit diesen Erklärungen nicht zufrieden und wiederholte das Experiment, und das Ergebnis, zu dem er kam, war: König und seine Gruppe hatten aufgrund eines kleinen Fehlers in der Logarithmentafel falsch gerechnet, sodass eine Abweichung von 0,02 Grad entstand.25 So stellte sich heraus, dass die Bienen den vollkommensten Winkel richtig, die Wissenschaftler aber falsch berechnet hatten!

Ein Mensch, der weiß, dass Gott alle Lebewesen makellos erschaffen hat, wird niemals meinen, eine Eigenschaft, der er in der Natur begegnet, sei fehlerhaft. Er weiß, dass Gott jede Eigenschaft, die er sieht, zu einem Zweck erschaffen hat.

Ein weiteres Beispiel für den Irrtum von Wissenschaftlern, die nicht an Gottes makellose Schöpfung glauben, betrifft wiederum die Bienen: In einem Artikel von Ben Christol in der Zeitschrift „New Scientist“ vom 12. Oktober 1996 wurde festgestellt, dass Honigbienen im Flug manchmal unnötig zusätzliche Flügelschläge machen und ihr Flug dadurch unwirtschaftlich sei. Nach der Behauptung dieses Artikels schlagen die Bienen ihre Flügel manchmal in größeren, manchmal in kürzeren Abständen, fliegen aber dennoch mit derselben Geschwindigkeit und verlieren folglich unnötig Energie, wenn sie häufig mit den Flügeln schlagen. Nach Ansicht des Verfassers war dies ein Ordnungsfehler.

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Jon Harrison von der Arizona State University deckte jedoch bei einer Untersuchung äußerst wichtige Gründe für den Unterschied in der Flügelschlagfrequenz der Honigbienen auf. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift „Science“ (1996, Bd. 274, S. 88). Diese Forscher veränderten die Umgebungstemperatur und maßen dabei die Körpertemperatur, die Flügelschlagrate und die Stoffwechselrate der Bienen. Mit dem Anstieg der Temperatur von 20 auf 40 Grad nahm die Flügelschlagfrequenz ab. Die Untersuchung ergab, dass die Bienen an heißen Tagen mit geringerer, bei kaltem Wetter mit höherer Frequenz mit den Flügeln schlagen. Dabei war keinerlei Veränderung der Fluggeschwindigkeit zu beobachten. Mit der zusätzlichen Energie, die sie bei kaltem Wetter durch häufigeres Flügelschlagen erzeugten, wärmten sie ihren Körper und ihren Stock. Es stellte sich also heraus, dass die Flügel der Bienen zwei verschiedene Aufgaben haben: Fliegen und Wärmen.

Ein gläubiger Wissenschaftler, der Vogelfedern untersucht, weiß, dass jede Eigenschaft der Federn einen bestimmten Schöpfungszweck hat, und richtet seine Forschungen danach aus.
Ein gläubiger Wissenschaftler, der Vogelfedern untersucht, weiß, dass jede Eigenschaft der Federn einen bestimmten Schöpfungszweck hat, und richtet seine Forschungen danach aus.
Die Bienen besitzen derart ausgeprägte Formen gemeinsamen Handelns, dass die Wissenschaftler erst in der Neuzeit begonnen haben, das Verhalten dieser Lebewesen zu entdecken.
Die Bienen besitzen derart ausgeprägte Formen gemeinsamen Handelns, dass die Wissenschaftler erst in der Neuzeit begonnen haben, das Verhalten dieser Lebewesen zu entdecken.

Eines der Themen, bei denen sich evolutionistische Wissenschaftler, die nicht daran glauben, dass Gott die Lebewesen einzeln und so vollständig und makellos erschaffen hat, wie sie heute sind, geirrt haben, ist der Unsinn von den „verkümmerten Organen“. Nach Ansicht der Evolutionisten, die verteidigen, dass alle Lebewesen durch Zufälle von Vorfahren in der Vergangenheit abstammen, gibt es im menschlichen Organismus „Organe, die keinerlei Funktion erfüllen“, die von den Vorfahren übrig geblieben, aber mit der Zeit verkümmert sind, weil sie nicht benutzt wurden. Wissenschaftler, die nicht an Gottes Schöpfung glauben, haben der Wissenschaft auch beim Thema der Organe geschadet, die sie für funktionslos hielten. Denn je weiter die Wissenschaft voranschritt, desto deutlicher wurde, dass diese Organe, die sie für funktionslos hielten, in Wirklichkeit äußerst wichtig für den Organismus sind. Eines der Beispiele dafür, wie falsch diese negative Ansicht war, die den Fortschritt der Wissenschaft verlangsamte, ist, dass die von den Evolutionisten aufgestellte lange Liste der „verkümmerten Organe“ immer kürzer wird. Der Evolutionist S. R. Scadding bringt diese Wahrheit in seinem Artikel „Können verkümmerte Organe ein Beweis für die Evolution sein?“, den er in der Zeitschrift „Evolutionary Theory“ (Evolutionstheorie) schrieb, folgendermaßen zum Ausdruck:

„Je mehr unser Wissen (über die Biologie) zunimmt, desto kürzer wird die Liste der verkümmerten Organe ... Da es nicht möglich ist, dass ein Organ funktionslos ist, und da die Behauptung von den verkümmerten Organen ohnehin keinen wissenschaftlichen Charakter hat, komme ich zu dem Schluss, dass die ‚verkümmerten Organe‘ keinerlei Beweis zugunsten der Evolutionstheorie sein können.“26

Die Liste der verkümmerten menschlichen Organe wurde 1895 von dem deutschen Anatomen R. Wiedersheim aufgestellt und umfasste etwa 100 Organe wie den Blinddarm und das Steißbein. Je weiter die Wissenschaft jedoch voranschritt, desto mehr nahm die Zahl der Organe auf Wiedersheims Liste ab, und man erfuhr, dass diese Organe in Wirklichkeit sehr wichtige Funktionen haben. So stellte man zum Beispiel fest, dass der als verkümmertes Organ geltende Blinddarm in Wirklichkeit ein Teil des Lymphsystems ist, das gegen in den Organismus eindringende Mikroben kämpft. Ebenso entdeckte man, dass die auf derselben Liste stehenden Mandeln eine wichtige Rolle beim Schutz des Halses vor Infektionen spielen. Es wurden die wichtigen Funktionen vieler weiterer Organe festgestellt, die man für nutzlos gehalten hatte: So stützt das Steißbein am Ende der Wirbelsäule die Knochen rund um das Becken und ist Ansatzpunkt einiger kleiner Muskeln, die Thymusdrüse aktiviert durch die Mobilisierung der T-Zellen das Abwehrsystem des Körpers, und die Zirbeldrüse sondert notwendige Hormone ab. Von der halbmondförmigen Falte im Auge, die Darwin als verkümmertes Organ angeführt hatte, stellte sich heraus, dass sie die Reinigung und Befeuchtung des Auges gewährleistet.

All diese Beispiele zeigen uns eine Wahrheit: Um in der Wissenschaft richtige und schnelle Ergebnisse zu erzielen, muss der Ausgangspunkt unbedingt richtig sein. Gott hat alle Wesen zu einem Zweck, mit einer makellosen und vollständigen Ordnung erschaffen. Folglich muss das Ziel eines Wissenschaftlers, der die Natur erforscht, darin bestehen, die Merkmale dieser Makellosigkeit in allen Wesen ans Licht zu bringen und die Weisheit hinter jeder Eigenschaft zu erforschen, der er begegnet.

Die negativen Auswirkungen der Erkenntnis, sich „vergeblich bemüht zu haben“, auf evolutionistische und atheistische Wissenschaftler

In Wirklichkeit ist es auch für evolutionistische Wissenschaftler äußerst ermüdend, für eine wirklichkeitsferne und ergebnislose Behauptung zu forschen und zu arbeiten. Es besteht kein Zweifel, dass sie in große Verzweiflung geraten, wenn sie erkennen, dass die meisten der Forschungen, denen sie ihr Leben gewidmet haben, ergebnislos und nutzlos sind. Denn wissenschaftliche Forschung erfordert große Opferbereitschaft und Disziplin. Jahrelang in einem Labor Experimente oder Beobachtungen zu einem Thema durchzuführen, bei dem man weiß, dass man kein Ergebnis erzielen wird, und am Ende Befunde zu erhalten, die genau das Gegenteil der Behauptung sind, die man beweisen wollte, wirkt sich natürlich äußerst negativ auf diese Wissenschaftler aus.

Der amerikanische Biochemiker Michael Behe erklärt in seinem Buch „Darwin’s Black Box: The Biochemical Challenge to Evolution“ (Darwins Black Box: Die biochemische Herausforderung der Evolution), das die wissenschaftliche Haltlosigkeit des Darwinismus behandelt, die Psychologie, die evolutionistische Wissenschaftler angesichts der Wahrheit der „Ordnung“ in der lebenden Zelle durchleben, folgendermaßen:

„In den letzten vierzig Jahren hat die moderne Biochemie einen bedeutenden Teil der Geheimnisse der Zelle ans Licht gebracht. Die dafür aufgewendete Arbeit war wahrhaft gewaltig. Zehntausende von Menschen haben ihr Leben langen Arbeiten in den Laboren gewidmet, um diese Geheimnisse zu finden ... All diese Bemühungen, die Zelle zu erforschen, verkündeten ganz deutlich, geradezu schreiend, ein einziges Ergebnis: ‚Design!‘ Dieses Ergebnis war so offensichtlich, dass es als eine der wichtigsten Entdeckungen in der Geschichte der Wissenschaft hätte gelten müssen ... Dieser Triumph hätte dazu führen müssen, dass Zehntausende von Menschen diese große Entdeckung mit ‚Heureka‘-Rufen feierten ...“

Doch es gab keine Feier, es wurde keine Freude zum Ausdruck gebracht. Im Gegenteil: Angesichts der großen Komplexität, die in der Zelle entdeckt wurde, herrschte ein beschämendes Schweigen. Wenn das Thema öffentlich erörtert wird, beginnen viele Wissenschaftler, darüber unruhig zu werden; in persönlichen Gesprächen sind sie etwas entspannter: Die meisten erkennen die offenkundige Wahrheit an, die sie entdeckt haben, blicken dann aber zu Boden, schütteln den Kopf und tun so, als sei nichts geschehen. Aber warum? Warum bekennt sich die Wissenschaftswelt nicht zu der großen Wahrheit, die sie entdeckt hat? Warum wird das offenkundig gewordene Design nur mit intellektuellen Handschuhen an der Kante angefasst? Weil die Anerkennung eines bewussten Designs sie wohl oder übel zwingt, die Existenz Gottes anzuerkennen. Manche Evolutionisten gestehen diese Depression ein, die die Wissenschaftswelt durchlebt. Der evolutionistische Paläontologe Dr. Colin Patterson, einer der leitenden Mitarbeiter des Natural History Museum in England und Autor des Buches „Evolution“, sprach in seiner berühmten Rede bei der Eröffnung des Naturkundemuseums in New York die folgenden historisch gewordenen Worte:

„Die Frage lautet: Können Sie mir ein einziges Ding über die Evolution sagen? Etwas, das wirklich wahr ist. Diese Frage habe ich der gesamten Geologiegruppe in unserem Naturkundemuseum gestellt, und die einzige Antwort, die ich erhielt, war Schweigen ... Später wurde mir klar, dass mein ganzes Leben damit vergangen war, dass ich mich täuschen ließ, indem ich glaubte, die Evolution sei eine offenkundige Wahrheit.“28

Die meisten der Forschungen, die evolutionistische Wissenschaftler jahrelang durchgeführt haben, sind ins Leere gelaufen. Das ist ein Ergebnis, das bei vielen Wissenschaftlern den Forschungseifer zunichtemacht.
Die meisten der Forschungen, die evolutionistische Wissenschaftler jahrelang durchgeführt haben, sind ins Leere gelaufen. Das ist ein Ergebnis, das bei vielen Wissenschaftlern den Forschungseifer zunichtemacht.

Patterson setzte seine Rede so fort:

„Einer der Gründe für meine antievolutionistische Denkweise ist die Wirkung, die es hatte, 20 Jahre daran gearbeitet und auf diesem Gebiet nichts herausgefunden zu haben. Zu erfahren, dass man über einen so langen Zeitraum in die falsche Richtung gelenkt wurde, ist für einen Menschen ein ziemlich großer Schock.“29 Der berühmte evolutionistische Botaniker N. Heribert Nilsson, Professor an der Universität Lund, gesteht mit den Worten „Meine Versuche, die Evolution mit einem über 40 Jahre andauernden Experiment zu beweisen, sind am Ende gescheitert“30 ein, über mehr als 40 Jahre vergeblich Zeit verloren zu haben. Die Beispiele dieser Personen zeigen in der Tat, was die Wissenschaft verloren hat, indem sie einer wirklichkeitsfremden Theorie nachlief. Über Jahrzehnte hinweg wurden das Wissen, die Zeit, die Energie, die Arbeit, die Labore, die Assistenten und die finanziellen Mittel Tausender von Wissenschaftlern für eine leere Legende namens Evolution vergeudet.

Noch interessanter ist, dass nicht nur die Evolutionisten unserer Zeit, sondern sogar Charles Darwin, der Vordenker der Evolutionstheorie, oft beunruhigt war, dass er „seine Zeit vergeblich verbrachte“ und am Ende „seine Hoffnungen zunichtewerden“ würden.

Darwin brachte seine Besorgnis darüber in seinen Briefen an Freunde oder in seinen Artikeln häufig zum Ausdruck.

So gab er zum Beispiel zu, dass er in der Natur keine Beweise finden konnte, die seine Theorie belegen würden:

„Wahrhaftig, die Natur ist ganz und gar widerspenstig und tut nicht, was ich möchte.“31

Ein weiterer Satz, in dem Darwin seine Unsicherheit eingesteht, lautet:

„Ich zweifle, ob die Zeit, die ich auf diese Arbeiten (seine Arbeiten für ‚Die Entstehung der Arten‘) verwendet habe, es wert war.“32

Wie man sieht, bringt diese Theorie, die nicht mit den Tatsachen übereinstimmt und nur aus ideologischen Gründen verteidigt wird, auch ihren Verfechtern Bedrängnis und Verzweiflung. All das sind unvermeidliche Folgen davon, dass der Wissenschaft eine falsche Richtung gegeben wurde.

Die Verluste, die evolutionistische Fälschungen der Wissenschaft eingebracht haben

Weil die Evolutionisten keine Beweise finden konnten, die ihre Theorie belegen, haben sie die Menschheit immer wieder getäuscht, indem sie wissenschaftliche Entdeckungen verzerrten oder Fälschungen begingen. Die berühmteste dieser Fälschungen ist der Skandal um den „Piltdown-Menschen“. Da die Evolutionisten keine Fossilien der „Halb-Affe-halb-Mensch“-Geschöpfe finden konnten, die angeblich gelebt hatten, stellten sie selbst ein solches Fossil her. Sie verbanden einen Orang-Utan-Kiefer mit einem menschlichen Schädel, verliehen ihm mit verschiedenen chemischen Substanzen das Aussehen, als stamme er aus alter Zeit, und stellten diesen Schädel jahrelang im berühmtesten Museum der Welt als „Vorfahren des Menschen“ aus. Den Verlust, den diese Fälschung der Wissenschaft einbrachte, erklärte F. Clark Howell, obwohl er selbst Evolutionist war, folgendermaßen:

„Der Piltdown-Mensch ist nichts anderes als ein Geschöpf aus einem menschlichen Schädel und einem Affenkiefer. Es ist eine absichtlich konstruierte Lüge. Sie erkannten weder an, dass der Kiefer einem Affen, noch dass der Schädel einem Menschen gehörte. Stattdessen erklärten sie, diese Teile seien Funde aus der Zeit zwischen Affe und Mensch. Sie sagten, sie stammten aus der Zeit vor 500.000 Jahren, gaben ihnen einen Namen (Eoanthropus dawsoni oder Dawn-Mensch) und schrieben etwa 500 Bücher zu diesem Thema. Die Paläontologen verbrachten fünfundvierzig Jahre mit dieser Entdeckung.“33

Ein anderer Evolutionist, Ernst Haeckel, Urheber einer Fälschung, gestand sowohl die Fälschung ein, die er begangen hatte, als auch brachte er die Verzerrungen zur Sprache, die seine Kollegen um ihrer Ideologie willen begangen hatten:

„Nach diesem Geständnis der von mir begangenen Fälschung müsste ich mich als bloßgestellt und verurteilt betrachten. Was mich aber tröstet, ist, dass neben mir Hunderte von Mitschuldigen stehen, viele zuverlässige Beobachter und berühmte Biologen, in deren besten veröffentlichten Biologiebüchern, Abhandlungen und Zeitschriften ebenso viele Fälschungen, ungenaue Angaben, mehr oder weniger verzerrte, systematisierte und rekonstruierte Abbildungen zu finden sind wie bei mir.“34

Der Versuch, die durchgeführten Beobachtungen, Experimente und Forschungen der Evolution anzupassen, und das Verbergen oder verfälschte Darstellen der Wahrheiten gegenüber der Öffentlichkeit haben dem wissenschaftlichen Fortschritt natürlich erheblichen Schaden zugefügt. Der evolutionistische Autor W. R. Thompson räumt diese Wahrheit mit folgenden Worten – wenn auch indirekt – ein:

„Dass sich Wissenschaftler zusammenschließen, um ein wissenschaftlich unannehmbares Dogma zu verteidigen, und versuchen, ihren Glauben in den Augen der Menschen aufrechtzuerhalten, indem sie Schwierigkeiten beseitigen und Kritik verbergen, ist in wissenschaftlicher Hinsicht ein anormaler und unerwünschter Zustand.“35

Das Interessante an der Sache ist, dass die Evolutionisten infolge der Untersuchungen und Experimente, die sie zum Beweis der Evolution durchführen, ständig Beweise finden, die die Wahrheit der Schöpfung stützen.

Auch wenn die Evolutionisten es nicht wollen: Die wissenschaftlichen Entdeckungen bestätigen ständig die Wahrheit der Schöpfung

Wie am Anfang dieses Abschnitts erwähnt, entsteht ein Verlust an Zeit, Geld und Arbeit, wenn die Wissenschaft von falschen Ideologien gelenkt wird. Seit dem 18. Jahrhundert stand die Wissenschaft hauptsächlich unter der Herrschaft der Materialisten; nahezu alle Aktivitäten waren auf den wissenschaftlichen Beweis der materialistischen Philosophie ausgerichtet, und wissenschaftliche Beweise, die die materialistische Philosophie widerlegen, wurden der Öffentlichkeit in verfälschter Form präsentiert.

Bemerkenswert ist jedoch das Ergebnis, dass die Evolutionisten infolge der Forschungen und Experimente, die sie zum Beweis der Evolution durchführten, ständig Beweise fanden, die die Schöpfung bestätigen. Für diejenigen, die an die Existenz Gottes glauben, ist die Wissenschaft sehr leicht und mühelos. Denn ein vorhandenes System zu erforschen und nach Beweisen dafür zu suchen, bereitet Wissenschaftlern keine Schwierigkeit. Nach einem nicht vorhandenen Beweis zu suchen, ist hingegen, mit den eigenen Worten der Evolutionisten, „langweilig“ und „kopfzerbrechend“.

Eines der deutlichsten Beispiele für diese Lage sind die paläontologischen Funde aus dem Kambrium. Kambrium ist der Name einer Periode vor etwa 550 Millionen Jahren, in der man auf die ersten Spuren des Lebens stößt. Jedes der Lebewesen, die in dieser Periode existierten, ist ein vollkommenes Lebewesen, das äußerst vollkommene Systeme besaß. So besitzt etwa eine ausgestorbene Art von Lebewesen namens Trilobit einen äußerst komplexen, zusammengesetzten Augenaufbau; dieser aus Linsen bestehende Augenaufbau ist mit dem Auge einiger heute lebender Insekten wie der Libelle identisch. Was nach Ansicht der Evolutionisten „Kopfzerbrechen“ bereitet, ist das plötzliche Auftauchen dieser Lebewesen mit komplexem Aufbau in diesen Schichten, ohne irgendeinen Vorfahren. Diese wissenschaftlichen Funde weisen deutlich auf die Schöpfung hin.

Das Fossil des im Kambrium auftauchenden Trilobiten und die Eigenschaften seines Facettenauges gehören zu den Beweisen der Schöpfung.
Das Fossil des im Kambrium auftauchenden Trilobiten und die Eigenschaften seines Facettenauges gehören zu den Beweisen der Schöpfung.

Der bekannte evolutionistische Wissenschaftler, der englische Zoologe Richard Dawkins, sagt darüber, dass die von ihnen gemachten Funde die Wahrheit der Schöpfung bestätigen:

„... Die kambrischen Schichten sind die ältesten, in denen wir die meisten Gruppen der Wirbellosen finden. Sie liegen dort, wo sie zum ersten Mal auftauchen, bereits in einem weit entwickelten Zustand vor. Es ist, als wären sie ohne jede Evolutionsgeschichte gleich in diesem Zustand dort entstanden. Natürlich erfreut dieses plötzliche Auftauchen die Kreationisten sehr.“36

Diese „Ergebnislosigkeit“ auf dem Gebiet der Paläontologie ist eines der größten Rätsel der Evolution. Wie wir schon sagten, versuchen evolutionistische Wissenschaftler seit Jahrzehnten, als Beweis für die Evolution Übergangsformen (die Stadien der Umwandlung eines Lebewesens in ein anderes) zu finden. Da solche Lebewesen aber nie auf der Erde gelebt haben, konnten sie niemals ein Ergebnis erzielen. Der evolutionistische Paläontologe Mark Czarnecki erklärt, warum die Evolutionisten die Fossilien der gesuchten Übergangsformen auf keine Weise finden können:

„Das größte Hindernis für den Beweis der Theorie (der Evolution) waren schon immer die Fossilien ... Sie bringen niemals Spuren der Übergangsformen ans Licht, die Darwin annahm. Die Arten tauchen plötzlich auf und verschwinden ebenso plötzlich wieder, und dieser unerwartete Zustand beweist erneut die kreationistische Sicht, die stützt, dass die Arten von Gott erschaffen wurden.“37

Auch der Augenaufbau der heute lebenden Libelle ähnelt dem Aufbau des gefundenen fossilen Trilobiten.
Auch der Augenaufbau der heute lebenden Libelle ähnelt dem Aufbau des gefundenen fossilen Trilobiten.

Wie auch manche Evolutionisten eingestehen, laufen die Arbeiten, die wissenschaftliche Unterstützung für die Evolution suchen, ins Leere und bringen keine positiven Ergebnisse. So stellt jede Forschung evolutionistischer Wissenschaftler zu ihrer Behauptung, alles sei durch Zufall entstanden, sie vor eine offenkundige Wahrheit: die Wahrheit, dass Gott, der Herr der Himmel und der Erde, alle Lebewesen makellos erschaffen hat ...

Fazit

Um uns herum und in dem Universum, in dem wir leben, gibt es unzählige Beweise für die Wahrheit der Schöpfung. Das bewundernswerte System in einer Mücke, die großartige Kunst in den Flügeln eines Pfaus, ein so komplexes und vollkommenes Organ wie das Auge und Millionen weiterer Wesen sind für gläubige Menschen Beweise für die Existenz Gottes und für Sein überlegenes Wissen und Seinen Verstand. Ein Wissenschaftler, der die Wahrheit der Schöpfung anerkennt, wird die Natur mit diesem Gedanken erforschen, an jeder Beobachtung und jedem Experiment große Freude haben und daraus anspornende Kraft für neue Forschungen schöpfen.

An einen Aberglauben wie die Evolution zu glauben und zu versuchen, ihn ohne wissenschaftliche Grundlage zu verteidigen, bereitet Wissenschaftlern psychische Bedrängnis. Die Harmonie im Universum oder die Ordnung in den Lebewesen ist für sie eine große Quelle der Bedrängnis. Darwins folgende Worte beschreiben wahrhaft den seelischen Zustand aller Evolutionisten:

„Der Gedanke an das Auge ließ mich oft an meiner Theorie erkalten. Doch ich habe mich allmählich an dieses Problem gewöhnt. Auch heute noch beunruhigen mich einige deutliche Strukturen in der Natur sehr. So macht mich zum Beispiel der Anblick der Federn eines Pfaus fast verrückt.“38

Die Federn des Pfaus wie auch all die anderen unzähligen Beweise der Schöpfung in der Natur beunruhigen die Evolutionisten ständig. Bei diesen Menschen, die vor den offenkundigen Beweisen, die sie sehen, die Augen verschließen, entstehen natürlich Gleichgültigkeit gegenüber den Wahrheiten und eine damit verbundene Störung der Urteilskraft. Der Evolutionist Richard Dawkins, der so weit geht, sich an die Christen zu wenden und zu sagen: „Selbst wenn ihr seht, dass euch eine Statue zuwinkt, glaubt nicht, dass ihr einem Wunder begegnet ... es ist ein sehr kleiner Zufall, aber vielleicht neigen alle Atome im rechten Arm der Statue zufällig im selben Augenblick dazu, sich in dieselbe Richtung zu bewegen“, ist ein typisches Beispiel für diese Störung der Urteilskraft.

Damit sich die Wissenschaft entwickeln kann, müssen diese Überbleibsel aus dem 19. Jahrhundert beiseitegelegt werden, und es braucht Wissenschaftler, die modern denken und sich nicht scheuen, die Wahrheit, die sie sehen, anzuerkennen.

Der Grund, warum die Federn des Pfaus „Darwin krank machten“, ist, dass diese Federn deutlich auf die Existenz des erhabenen Schöpfers hinweisen.
Der Grund, warum die Federn des Pfaus „Darwin krank machten“, ist, dass diese Federn deutlich auf die Existenz des erhabenen Schöpfers hinweisen.