Der im Koran vorkommende Ausdruck „Wort des Gesandten“ ist kein Widerspruch
Zu den amateurhaften Demagogien derer, die im Koran nach Fehlern zu suchen versuchen, gehört auch die Verdrehung der Formulierung „Wort des Gesandten“ im Koran. Der betreffende Vers lautet wie folgt;
Ohne jeden Zweifel ist er (der Koran) das gewisse Wort eines ehrenwerten Gesandten. [Sure Al-Haqqa (69/40)]
Tatsächlich ergibt sich aus dem Vers für sich allein genommen, dass der Koran ein von einem „Gesandten“ überliefertes Wort ist. Sehen wir uns aber die Fortsetzung des Verses an.
Er ist nicht das Wort eines Dichters. Wie wenig glaubt ihr? Er ist auch nicht das Wort eines Wahrsagers. Wie wenig lasst ihr euch ermahnen und denkt nach. Er ist eine Herabsendung vom Herrn der Welten. [Sure Al-Haqqa (69, 41-42-43)]
Wenn auch die Fortsetzung des Verses untersucht wird, zeigt sich die Bedeutung dessen, was Allah betont. In den Versen 40,41 und 42 wird dargelegt, dass die Person, die den Menschen den Koran verkündet, kein Dichter oder Wahrsager ist, sondern ein ehrenwerter Gesandter, und dass er mit Seinen Worten den Menschen überliefert wurde, im 43. Vers aber, dass die Quelle dieser Worte Allah ist. Das heißt, die Person, die die Verse mit ihren Worten überliefert, ist ein Gesandter, sie ist kein Dichter oder Wahrsager. Die Quelle der Worte aber ist Allah.
Dass die Argumente, die die atheistischen Freunde Tag und Nacht benutzen, auf derart morschen Grundlagen beruhen, ist für sie wirklich eine schlimme Lage. Der Grund dafür ist eigentlich folgender. In das Evangelium und die Tora wurden viele Zusätze von Menschen eingefügt, und die Atheisten im Ausland können diese menschlichen Zusätze feststellen und beide Bücher ganz logisch kritisieren. Da aber die Atheisten in muslimischen Ländern im Koran nichts finden, was sie kritisieren könnten, verwirklichen sie diese „Wünsche“, indem sie Verse verdrehen oder für sich allein bewerten. Selbstverständlich haben diese Behauptungen keinerlei Gültigkeit.