Wurde Prophet Jona auf das Land geworfen oder nicht?
Kein Tag vergeht, an dem wir nicht mit einer atheistischen Unlogik konfrontiert werden. Ihre jetzige Behauptung lautet folgendermaßen;
In den Versen 143.-144.und 145, der Sure As-Saffat heißt es: „Wäre er nicht unter denen gewesen, die Allah lobpreisen und erhöhen, wäre er gewiss bis zu dem Tag im Bauch des Fisches geblieben, an dem die Menschen auferweckt werden. Dann WARFEN wir ihn in krankem Zustand an die Küste .“ (Diyanet-Übersetzung)
Aber in Vers 49 der Sure Al-Qalam heißt es: „Hätte ihn nicht eine Gnade von seinem Herrn erreicht, wäre er gewiss in getadeltem Zustand an einen öden Ort GEWORFEN worden.“ (Diyanet-Übersetzung)
In einem Vers heißt es „wir warfen ihn an die Küste, während es in einem anderen Vers heißt, er wäre geworfen worden“. Besteht hier also nicht ein Widerspruch?
Einer der Gründe für diesen und viele ähnliche Irrtümer der atheistischen Freunde ist auch, dass sie die Verse unabhängig von der Gesamtheit des Korans betrachten. Wie wir in vielen unserer zuvor auf unserer Website veröffentlichten Artikel erwähnt haben, ist der Koran ein Ganzes, und eine Kritik, ein Problem am Koran kann wiederum dadurch gelöst werden und zu einem Ergebnis kommen, dass es der Gesamtheit des Korans vorgelegt wird. https://kurandaceliskiolmaz.net/kuran-anlasilmasi-zor-bir… Betrachten wir nun die genannten Verse gemeinsam und untersuchen wir, ob es, wie behauptet, einen Widerspruch gibt.
Beginnen wir das Thema zunächst damit, die Geschichte zu erfahren, die Prophet Jona widerfahren ist;
Erinnere dich (auch an Jona), den Mann des Fisches; als er zornig fortgegangen war und deshalb glaubte, dass Wir ihn nicht in Bedrängnis bringen würden….. (Sure Al-Anbiya 87 ).
In diesem Vers der Sure Al-Anbiya wird als Grund dafür, dass Prophet Jona sein Volk verließ, sein Zorn angegeben. Hier gibt es eine Lage/Einzelheit, auf die wir aufmerksam machen müssen. Das ist, dass der Zorn von Prophet Jona sich nicht gegen Allah richtet, sondern gegen sein Volk. Nach dem Vers hat Prophet Jona, der seinem Volk zürnte, sein Volk verlassen, obwohl es keinen Befehl von Allah gab. Dabei sehen wir im Koran, dass das Weggehen der Gesandten von ihren Gemeinschaften stets mit der Erlaubnis Allahs geschah . (Siehe; Sure Ash-Shu'ara 52, Sure Hud 36-37, Ash-Shu'ara, 169-171 ). Folglich widersprach es dem Gesetz Allahs, dass Prophet Jona, ohne den Befehl Allahs über das Schicksal seines Volkes abzuwarten, durch eine falsche Entscheidung und im Glauben auch, dass Allah ihn nicht in Bedrängnis bringen würde, seine Gemeinschaft verließ. So begann die für Prophet Jona bestimmte Prüfung.
Die Ereignisse nach dem Weggang von Prophet Jona von seinem Volk entwickeln sich so:
- Als er auf ein volles Schiff geflohen war.
- So hatte er am Los teilgenommen und war unter die Verlierer geraten.
- Wäre er nicht unter denen gewesen, die (Allah viel) lobpreisen,
- Wäre er in seinem Bauch bis zu dem Tag stecken geblieben, an dem (die Menschen) auferweckt und erhoben werden.
- Schließlich WARFEN wir ihn in krankem Zustand an einen kahlen Ort (an die Küste).
- Und über ihm ließen wir eine Baumart mit dichten, breiten Blättern (dem Kürbis ähnlich) wachsen.
- Wir sandten ihn zu hunderttausend oder (zahlenmäßig) noch mehr (einer Gemeinschaft) (als Propheten).
Infolge seines falschen Idschtihads bringt Allah Prophet Jona in Bedrängnis. Daraufhin lobpreist Prophet Jona Allah und bittet Ihn.
In den Finsternissen (im Bauch des Fisches) hatte er gerufen: ‚Es gibt keinen Gott außer Dir, Du bist erhaben, wahrlich, ich gehörte zu den Unrechttuenden.‘ (Sure Al-Anbiya,87)
„Da erhörten Wir sein Gebet und retteten ihn aus dem Kummer. So retten Wir die Gläubigen.“ (Sure Al-Anbiya 88 )
Wie auch in Vers 143 der Sure As-Saffat erklärt, „Wäre er nicht unter denen gewesen, die (Allah viel) lobpreisen,” hätte er nicht bereut und nicht bei Allah Zuflucht gesucht, wäre er, wie in Vers 49 der Sure Al-Qalam erwähnt, in getadeltem Zustand auf das Land/an die Küste gelassen, geworfen worden.
Harre geduldig auf das Urteil deines Herrn und sei nicht wie der Mann des Fisches. Als er, von Zorn erstickt, gerufen hatte. Hätte ihn nicht eine Gnade von seinem Herrn erreicht, wäre er gewiss in tadelnswertem Zustand in ein ödes Land GEWORFEN worden. Doch sein Herr erwählte ihn und machte ihn zu einem der Guten. (Sure Al-Qalam, 48-49-50)
Folglich muss man diese beiden Verse, also Sure As-Saffat 145 und Sure Al-Qalam 49, auf diese Weise verstehen. So besteht zwischen diesen beiden Versen kein Widerspruch in Bedeutung und Logik.