Die Ehe unseres Propheten mit der Frau von Zaid
Einer der Verse, an denen atheistische Freunde am meisten hängen bleiben, ist das Thema, dass unser Prophet die Frau seines Adoptivsohnes Zaid heiratete. Mit Blick auf diesen Vers sagen sie, der Koran sei ein Buch, das Prophet Muhammad im Sinne seiner persönlichen Interessen geschrieben habe. (Gott bewahre)
Zunächst sind wir der Überzeugung, dass die Atheisten den Atheismus nicht sehr gut kennen. Denn in der Literatur des Atheismus gibt es den Begriff „Moral“ nicht, und er kann die Moral nicht begründen. Zwischen Atheismus und Moral lässt sich niemals eine Korrelation herstellen. Der Atheismus kann zu moralischen Regeln keinerlei Ansicht über „gut und böse“ äußern. Er kann keinerlei Bewertung vornehmen. Denn moralische Regeln sind religiös begründet. Die Religion ist dazu da, tugendhafte Menschen heranzubilden. Sie bietet die Lebensweise, die der Erschaffung des Menschen am besten entspricht.
Dass Zaid, der Adoptivsohn des Propheten, nach der Trennung von seiner Frau heiratete, ist ebenfalls keine Unmoral. Es ist so natürlich, wie wenn Sie die geschiedene Frau Ihres besten Freundes oder eines Ihnen Nahestehenden heiraten. Auch wenn sie es nicht zugeben, finden viele Menschen die Frau ihres Freundes usw... womöglich durchaus anziehend. Das ist nicht unnormal und auch keine Unmoral. Unmoral ist es, mit dieser Dame eine Beziehung zu haben, während sie verheiratet ist.
Bis vor kurzem gaben die Menschen Spitznamen, wenn von Homosexuellen die Rede war. Jetzt aber ist dieser Zustand in der Gesellschaft durch intensive Beeinflussung normal geworden. Dabei ist dies im Koran eine Tat, gegen die die Muslime „mit Hass eingestellt sind“, und eine abscheuliche Beziehung, jeder Muslim sucht vor diesem Zustand Zuflucht bei Allah. Es ist eine interessante Sache, dass diejenigen, die solche Beziehungen als normal ansehen und sie mit den Worten „das ist ihre Wahl und ihre Freiheit“ verteidigen, sich so sehr daran stören, dass der Prophet die Frau seines Adoptivsohnes heiratete. Zumal Zaid nicht einmal der leibliche Sohn unseres Propheten ist. Das heißt, es besteht keinerlei Blutsverwandtschaft.
Um zum anderen Thema zu kommen; der betreffende Vers erzählt, was geschah, nachdem das Ereignis vorüber war. Das heißt, es verhält sich nicht so, als käme der Vers und als ließe sich Zaid danach von seiner Frau scheiden. Schauen wir uns den ersten Teil des Verses an; „Du sagtest doch zu dem, dem Allah Gnade erwiesen hat und dem auch du Gnade erwiesen hast: „Behalte deine Frau bei dir und hüte dich vor Allah“; aus Scheu vor den Menschen hieltest du in deinem Innern verborgen, was Allah offenlegen wird; dabei hat Allah weit mehr Anrecht darauf, dass du dich vor Ihm scheust. “ (Sure Al-Ahzab 37) Der Prophet gibt Zaid einen Rat. „Behalte deine Frau bei dir und hüte dich vor Allah“. Da er ihm rät, seine Frau bei sich zu behalten, gab es zwischen ihnen wahrscheinlich Unstimmigkeiten.
Schauen wir uns den zweiten Teil des betreffenden Verses an; „Als Zaid dann seine Beziehung zu ihr beendet hatte, verheirateten Wir sie mit dir; damit es so für die Gläubigen keine Schwierigkeit gibt, sie zu heiraten, wenn ihre Adoptivsöhne ihre Beziehung zu ihnen beendet (die Frauen geschieden) haben. Allahs Befehl ist ausgeführt worden.“ (Sure Al-Ahzab 37) Im ersten Teil hatte der Prophet Zaid geraten, seine Frau bei sich zu behalten. Doch dazu kam es nicht, und Zaid trennte sich von seiner Frau. Nach der Trennung kam die Ehe mit dem Propheten zustande. Und nachdem die Ehe zustande gekommen war, kam der Vers. Denn der Vers erzählt ein geschehenes und abgeschlossenes Ereignis. Nicht etwas, das geschehen wird. Dann kann, wie die Atheisten behaupten, keine Rede davon sein, dass der Prophet sich um seines eigenen Nefs willen einen solchen Vers ausgedacht hätte (Gott bewahre).
Hätte der Prophet ohnehin eine solche Absicht gehabt und den Koran selbst geschrieben (Gott bewahre), hätte er seinen Ehen nicht mit dem Vers „Danach sind dir (weitere) Frauen nicht erlaubt, und auch nicht, diese gegen andere Ehefrauen zu tauschen – selbst wenn ihre Schönheit dir gefiele; “ (Sure Al-Ahzab, 52) eine Grenze gesetzt. (Allah weiß es am besten)