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AZTRENDEFRESNLRUITSQBSROKYDA

Gibt es im Koran das Thema der 5 Unbekannten?

Gestützt auf einen Vers in der Sure Luqman und auf einen dazu überlieferten Hadith wird gesagt, dass 5 Dinge keinesfalls gewusst werden können. Doch im Licht der heutigen technologischen Entwicklungen zeigt sich, dass einige der Dinge, von denen behauptet wird, sie könnten nicht gewusst werden, bekannt sind. Wenn man von fehlerhaften Deutungen ausgeht, kann man meinen, es gebe einen Widerspruch zwischen der Wissenschaft und den Versen des Korans. Sehen wir uns zuerst den Hadith und den Vers an, die die Quelle dieser Behauptung sind, und bewerten wir dann die Behauptung.

Dieser Behauptung liegt eine Überlieferung zugrunde. Danach kommt ein Beduine zum Propheten und fragt nach 5 Dingen. Diese Fragen sind folgende: „ Wann wird die Stunde des Jüngsten Gerichts anbrechen?, Wann wird es regnen?, Wann wird meine Frau gebären?, Wo werde ich sterben? Und was werde ich morgen verdienen?

Den Hadithen zufolge wurde der 34. Vers der Sure Luqman auf diese Fragen hin herabgesandt. Und einige traditionelle Exegeten im Vers wird gesagt, dass die Antwort auf diese 5 Fragen von niemandem gewusst werden kann.

Doch heute wird der Fötus im Mutterleib mit technologischen Mitteln erkannt, oder der Zeitpunkt, wann es regnen wird, kann von Wissenschaftlern festgestellt werden.

Nach der Deutung der Exegeten, bei der gestützt auf den unserem Propheten zugeschriebenen Hadith gedeutet wird, sagt der Koran, dass diese Dinge nicht gewusst werden können.

Wenn der Vers in der Sure Luqman aufmerksam gelesen wird, wird sich zeigen, dass die Lage ganz anders ist. Der Vers in der Sure Luqman lautet wie folgt:

إِنَّ ٱللَّهَ عِندَهُۥ عِلْمُ ٱلسَّاعَةِ وَيُنَزِّلُ ٱلْغَيْثَ وَيَعْلَمُ مَا فِى ٱلْأَرْحَامِ وَمَا تَدْرِى نَفْسٌ مَّاذَا تَكْسِبُ غَدًا وَمَا تَدْرِى نَفْسٌۢ بِأَىِّ أَرْضٍ تَمُوتُ إِنَّ ٱللَّهَ عَلِيمٌ خَبِيرٌۢ

„ Das Wissen darüber, wann die Stunde des Jüngsten Gerichts kommen wird, ist bei Allah. Er lässt den Regen fallen, Er weiß, was in den Mutterschößen ist. Niemand weiß, was er morgen verdienen wird, und niemand weiß, an welchem Ort er sterben wird. Gewiss, Allah weiß alles, ist über alles unterrichtet.“ (Sure Luqman, 34)

Nach dem Vers ist das Wissen um die Stunde des Jüngsten Gerichts bei Allah. Der den Regen fallen lässt, ist Allah, aber im Vers gibt es keine Aussage in dem Sinne, dass nicht gewusst werden kann, wann es regnen wird. Ein Thema, das im Koran nicht mitgeteilt wird, wird unter dem Einfluss erfundener oder falsch verstandener Hadithe so gedeutet, als würde es in den Versen mitgeteilt. Ebenso wird im Vers erklärt, dass Allah weiß, was in den Mutterschößen ist. Aber eine Aussage, dass sonst niemand es wissen kann, gibt es im Vers nicht. Der Zustand des Kindes im Mutterleib, sein Geschlecht, mit DNA-Analysen sein genetischer Aufbau, die genetischen Krankheiten, die es trägt usw., alles kann gewusst werden. Im Vers gibt es keine Aussage, dass diese Dinge nicht gewusst werden können.

In der Fortsetzung des Verses werden zwei Dinge genannt, die nicht gewusst werden können. Das sind die Fragen, was wir morgen verdienen werden und wo wir sterben werden.

Folglich ist es richtig, bei einer Kritik am Koran nicht an traditionellen Deutungen festzuhalten, sondern den Text des Korans anzusehen und so Kritik zu üben. Wenn man so vorgeht, wird man verstehen, dass der behauptete Widerspruch kein Widerspruch ist, sondern nur das Ergebnis einer falschen Deutung.