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AZTRENDEFRESNLRUITSQBSROKYDA

Leben für Allah: Die Bewertung eines Menschen in der Dschahiliya-Gesellschaft

Inhalt
  1. Das Lebensziel des Muslims: Allahs Wohlgefallen
  2. Ernste Anstrengungen für das Wohlgefallen Allahs
  3. Sein Selbst (an-nafs) kennen lernen
  4. Sich vor Vielgötterei hüten
  5. Das höchste Wohlgefallen Allahs suchen
  6. Der Schlüssel zu Allahs Wohlgefallen: das Gewissen
  7. Für Allah lieben
  8. Eigenschaften der Gläubigen
  9. Unterdrückung gegen Gläubige
  10. Das Leben in der Dschahiliya-Gesellschaft
  11. Die Bewertung eines Menschen in der Dschahiliya-Gesellschaft
  12. Die Führer der Gesellschaften, in denen das Geld ein wichtiges Kriterium ist
  13. Die Moral in der Dschahiliya-Gesellschaft
  14. Der Wunsch nach einem unendlichen Leben
  15. Die Auffassung der Religion in der Dschahiliya-Gesellschaft
  16. Die Hölle: Ewige Heimstatt derer, die Allah Götter zur Seite stellen
  17. Das Paradies: Ewige Wohnstatt derer, die nur nach dem Wohlgefallen Allahs suchen

In einer Gesellschaft der Muslime wird ein Mensch nach seiner Gottesfurcht bewertet. In den Dschahiliya-Gesellschaften jedoch, die aus Ungläubigen bestehen, bewerten die Menschen sowohl sich selbst als auch die anderen Menschen in großem Maß nach ihrem materiellen Reichtum.

Aus diesem Grund tauchen in der Dschahiliya-Gesellschaft viele entartete Ideen auf:

• In der Dschahiliya-Gesellschaft wird einer reichen Person immer Respekt erwiesen, auch wenn sie keinen guten Charakter hat. • Aufgrund dieser angenommenen Regel der Gesellschaft wird dieser unmoralische aber reiche Mensch sich selbst als sehr respektabel ansehen. Das ist der Grund, warum die Reichen sich immer selbstsicher und stolz fühlen. • Und da das Geld ein so wichtiges Kriterium ist, werden automatisch die Nichtreichen sich im Gegensatz dazu herabgesetzt fühlen und kein Vertrauen zu sich selbst haben. Das Benehmen der Nichtreichen ist neben den Reichen sehr deutlich zu sehen. Jemand, der in einer schlechten finanziellen Lage ist, wird vielleicht neben einem reichen Menschen bemerken, dass er selbst einen viel besseren Charakter hat, aber er wird unter dem Einfluss der moralischen Werte der Dschahiliya-Gesellschaft sein:

Er wird das Gefühl der Herabsetzung nicht loswerden. • In einer Gesellschaft, in der das Geld ein wichtiges Kriterium ist, wird man natürlich eine schlechte Ökonomie ausleben. Bestechung, Unterschlagung und Betrug werden normal im Leben. Da der größte Wert auf das Geld gelegt wird, wird all das rechtmäßig sein, auch wenn es unmoralisch oder ungerecht ist, wie es erlangt wird. Im Quran beschreibt die Geschichte von Qarun am besten, wie wichtig das Geld für die Dschahiliya-Gesellschaft ist:

Siehe, Qarun war vom Volke Moses, doch verging er gegen sie. Wir aber gaben ihm so viel an Schätzen, dass seine Schatztruhe für eine größere Schar kräftiger Leute eine Bürde gewesen wäre. Als sein Volk zu ihm sprach: "Frohlocke nicht, Allah liebt nicht die Frohlockenden, und suche mit dem, was dir Allah gegeben hat, die künftige Wohnung, ohne deinen Anteil an dieser Welt zu vergessen. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes tat, und stifte kein Verderben auf Erden; siehe, Allah liebt nicht die, welche Unheil stiften!" Da sprach er: "Das (alles) wurde mir in Anerkennung meines Wissens gegeben!" Wusste er nicht, dass Allah bereits vor ihm ganze Geschlechter vernichtet hatte, die an Kraft stärker als er waren und mehr aufgehäuft hatten? Aber die Missetäter werden nicht nach ihren Sünden befragt. So ging er in seinem (vollen) Schmuck zu seinem Volke hinaus. Jene nun, die auf das irdische Leben begierig sind, sprachen: "O dass wir doch besäßen, was Qarun gegeben wurde! Er hat wirklich gewaltiges Glück!" Aber diejenigen, denen das Wissen gegeben war, sprachen: "Wehe euch! Die Belohnung Allahs ist besser für den, der glaubt und das Rechte tut; und niemand gewinnt sie, außer den Standhaften." Dann ließen Wir die Erde ihn und sein Haus verschlingen. Da fand er niemand, ihm zu helfen, außer Allah; und er konnte auch sich selbst nicht helfen. Am anderen Morgen sagten jene, die sich tags zuvor an seine Stelle gewünscht hatten: "Sieh nur! Allah versorgt, wen von Seinen Dienern Er will, reichlich oder bemessen. Wäre Allah uns nicht gnädig gewesen, hätte Er die Erde unter uns gespalten. Sieh nur! Den Ungläubigen ergeht es nicht wohl." Jene zukünftige Wohnung: Wir haben sie für diejenigen bestimmt, welche auf Erden nicht mächtig sein und kein Unheil anrichten wollen. Und das (gute) Ende ist für die Gottesfürchtigen. (Sure 28:76-83 – al-Qasas)

Wie aus diesen Versen ersichtlich ist, bilden Qarun und diejenigen, die ihn beneiden, eine klassische Dschahiliya-Gesellschaft. Sie haben überhaupt nicht begriffen, dass Allah alles besitzt und dass Er Sein Reich verleiht, wem Er will. Qarun nimmt an, dass ihm alles in Anerkennung seines Wissens gegeben wurde. Aber, • Da Allah der Schöpfer von allem ist, ist er auch der wahre Besitzer von allem. Die Menschen können dieses Reich, das nur Allah gehört, nur für eine vorübergehende Zeit übernehmen, um darin zu leben. • Die Gnaden, die den Menschen gegeben werden, werden ihnen nicht wegen ihrer Überlegenheit, sondern nur als Gottesgabe und als eine Prüfung gegeben. Diese Gnaden wurden ihnen nicht um "stolz" zu werden gegeben, sondern um Allah dankbar zu sein. Wenn dies nicht verstanden wird, wird das Reich, das man besitzt, auf der Welt und im Jenseits niemandem Glückseligkeit bringen. • Der Reichtum wird den Menschen nicht dazu gegeben, um ihn anzuhäufen, sondern es wird ihnen gegeben, um es für Allahs Wohlgefallen zu benutzen. Das Ende derer, die das Gegenteil tun, wird im Quran wie folgt geschildert: Und diejenigen, die mit dem knauserig sind, was Allah in Seiner Huld ihnen gab, sollen nicht wähnen, es diene ihnen zum Guten: Nein, zum Bösen dient es ihnen. Als Kette sollen sie am Tag der Auferstehung um den Hals tragen, womit sie gegeizt hatten. Und Allahs ist das Erbe der Himmel und der Erde. Und Allah kennt wohl euer Tun. (Sure 3:180 – Al-'Imran)

• Während der Gläubige die Reichtümer um des Wohlgefallens Allahs willen in vernünftiger Weise ausgibt, sollte er keine Angst davor haben, dass diese verbraucht werden. Im Quran wird auf diese Gefahr hingewiesen und daran erinnert, dass der Teufel den Menschen mit Armut beängstigt (Sure 2:268 – al-Baqara). Und was für Allahs Wohlgefallen ausgegeben - gespendet - wird, wird Allah durch etwas anderes ersetzen. Der Vers dazu lautet:

Sprich: "Siehe, mein Herr versorgt von Seinen Dienern, wen Er will, im Überfluss oder in Massen, und was ihr spendet, wird Er euch ersetzen. Und Er ist der beste Versorger." (Sure 34:39 – Saba)

Die oben erwähnte Geschichte von Qarun zeigt eine allgemeine Charaktereigenschaft der Dschahiliya-Gesellschaft. Wenn wir die Verse aufmerksam lesen, dann können wir sehen, dass Qarun einen Charakter aufweist, den man bei der Dschahiliya-Gesellschaft, die reiche und renommierte Leute umfasst, sehr oft finden kann.

In diesen Versen werden auch diejenigen erwähnt, die Qarun nachahmen. Diese Menschen teilen die gleiche Torheit wie Qarun und verstehen nicht, dass Allah der wahre Besitzer von allem ist. Deswegen machen sie sich sehr übertriebene Vorstellungen von Qarun und von seinem Reichtum.

Nur die Gläubigen sind von diesen Versuchungen der Gesellschaft befreit:

• Da sie begriffen haben, dass das einzige Kriterium nicht das Geld, sondern der Glaube an Allah ist und dass der wahre Besitzer von allem Allah ist, haben sie bemerkt, dass Qarun sich nicht in einer guten, sondern in einer erbärmlichen Situation befindet. • Sie benahmen sich nicht wie die Mitglieder der Dschahiliya-Gesellschaft, die, nachdem die Besitztümer von Qarun weg waren, nur sagten, "Allah versorgt reichlich, wen Er will oder bemisst Seine Wohltaten", sondern sie haben diese Wahrheit schon von Anfang an gesehen.

Eine ähnliche Situation wird in der Geschichte vom Besitzer der Rebgärten erklärt. Der Unterschied zwischen einem Menschen, der wie Qarun annimmt, dass er selbst der eigentliche Besitzer von reichlicher Gabe und Besitz ist, und einem Gläubigen, der Allah dient und gottesfürchtig ist, wird in den Versen wie folgt erzählt:

Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern auf. Einem von ihnen gaben Wir zwei Rebgärten, umzäunt mit Palmen, zwischen denen Wir ein Getreidefeld anlegten. Beide Gärten erbrachten ihre Ernte, und so ermangelte nichts. Und Wir ließen mittendurch einen Bach fließen. Und er trug ihn Früchte. Da sagte er während ihrer Unterhaltung zu seinem Gefährten: "Ich habe reicheres Vermögen als du und verfüge über mehr Leute." Sich so gegen sich selbst versündigend, betrat er seinen Garten und sprach: "Ich glaube nicht, dass dies je zu Grunde geht. Und ich glaube auch nicht, dass die Stunde je kommt. Und selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgeholt werden sollte, fände ich dort gewiss besseres im Tausch." Da sagte sein Gefährte während ihrer Unterhaltung zu ihm: "Glaubst du etwa nicht an Den, Der dich aus Staub erschaffen hat und dann aus einem Samentropfen, und dich dann zu einem Mann geformt hat? Für mich ist jedoch Allah mein Herr. Und ich stelle meinem Herrn nichts zur Seite. Und warum sagtest du beim Betreten deines Gartens nicht: "Was Allah will! Es gibt keine Macht außer bei Allah!" Du siehst zwar, dass ich weniger Vermögen und Kinder habe als du. Aber mein Herr wird mir vielleicht doch etwas besseres geben als deinen Garten. Denn auf ihn könnte Er (jederzeit) vom Himmel Seine Blitze senden, so dass er zu Staub zerbröselt. Oder sein Wasser versiegt und du außerstande bist, welches zu finden." Tatsächlich wurden seine Früchte (von Allahs Strafgericht) erfasst. Und am anderen Morgen begann er, seine Hände zu ringen wegen der Ausgaben, die er gemacht hatte; denn (die Reben) waren mit ihren Stützen zusammengebrochen. Und er sagte: "Ach, hätte ich doch meinem Herrn nichts zur Seite gestellt!" Doch er hatte keinerlei Helfer, die ihm an Allahs Stelle hätten helfen können, noch konnte er sich selbst helfen. In einem solchen Fall gewährt Allah, der Wahre, alleine Schutz. Bei Ihm ist der beste Lohn und der beste Ausgang. (Sure 18:32-44 – al-Kahf)