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AZTRENDEFRESNLRUITSQBSROKYDA

Leben für Allah: Das höchste Wohlgefallen Allahs suchen

Inhalt
  1. Das Lebensziel des Muslims: Allahs Wohlgefallen
  2. Ernste Anstrengungen für das Wohlgefallen Allahs
  3. Sein Selbst (an-nafs) kennen lernen
  4. Sich vor Vielgötterei hüten
  5. Das höchste Wohlgefallen Allahs suchen
  6. Der Schlüssel zu Allahs Wohlgefallen: das Gewissen
  7. Für Allah lieben
  8. Eigenschaften der Gläubigen
  9. Unterdrückung gegen Gläubige
  10. Das Leben in der Dschahiliya-Gesellschaft
  11. Die Bewertung eines Menschen in der Dschahiliya-Gesellschaft
  12. Die Führer der Gesellschaften, in denen das Geld ein wichtiges Kriterium ist
  13. Die Moral in der Dschahiliya-Gesellschaft
  14. Der Wunsch nach einem unendlichen Leben
  15. Die Auffassung der Religion in der Dschahiliya-Gesellschaft
  16. Die Hölle: Ewige Heimstatt derer, die Allah Götter zur Seite stellen
  17. Das Paradies: Ewige Wohnstatt derer, die nur nach dem Wohlgefallen Allahs suchen

Ein gläubiger Mensch ist gereinigt und unbelastet von Vielgötterei, von der Hoffnung auf Hilfe durch die Traumgötter, um deren Wohlgefallen und der Unterjochung von ihnen. Er dient nur Allah und strebt nur nach dem Wohlgefallen Allahs. Dies wird er beharrlich erstreben.

Wenn ein Gläubiger mehr als eine legale Auswahl vor sich hat, dann muss er diejenige aussuchen, bei der er das höchsten Wohlgefallen Allahs erwirbt.

Das Trachten nach dem höchsten Wohlgefallen Allahs könnte man wie folgt beschreiben:

• Das Leben eines Gläubigen sollte sich im "Kreis des Rechts" bewegen. Die Verbote Allahs sind unumwunden bestimmt und es sind nur wenige. Außer diesen Verboten sind alle Handlungen und Verhaltensweisen im Kreis des Rechts. • Außerdem ist es die Pflicht des Gläubigen, mit den von Allah erlaubten Anordnungen und mit Scharfsinn und Klugheit das höchsten Wohlgefallen Allahs zu erwerben.

In diesem Zusammenhang ist das Almosen dass auf dem Weg zu Allah gespendet werden soll, ein gutes Beispiel. Der Gläubige hat sein "Gut und Leben" Allah gewidmet. Die Möglichkeiten die er in der Hand hat, sollte er unter Berücksichtigung des Wohlgefallens Allahs wahrnehmen, aber es können sich ihm verschiedene Alternativen bieten. Als Beispiel nehmen wir an, dass er eine beträchtliche Geldsumme hat. Mit diesem Geld könnte er sich neue Kleidung kaufen. Das ist erlaubt und zulässig; es gefällt Allah, auf seine Kleidung zu achten, schön und gepflegt zu erscheinen. Aber es könnte eine andere Möglichkeit geben, wie er das Geld ausgeben könnte um ein höheres Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Zum Beispiel könnte er das Geld einem Armen geben der das Geld dringender braucht, oder das Geld überweisen für eine wichtige Arbeit, einen Nutzen im Glauben. Mit diesen Handlungen könnte er ein höheres Wohlgefallen Allahs erlangen. Das ist etwas, dessen Vorrang er durch sein Gewissen selbst bestimmen muss.

Hier ein anderes Beispiel: Ein Gläubiger ist Verantwortlich "zum Guten einzuladen, das Rechte zu gebieten und das Unrechte zu verbieten", den Glauben kundzutun und gegen die Gewalt auf der Erde in einem ideellen Kampf zu stehen. Das Wohlgefallen Allahs kann er gewinnen indem er diese Verantwortung auf sich nimmt. Diese Verantwortung gibt einigen Diensten Vorrang. Es würde falsch sein, etwas anderem den Vorrang zu geben, auch wenn es von Allah erlaubt ist, wenn soviel Arbeit vorhanden ist durch diese Verantwortung. Zum Beispiel ist der Mann für seine Familie verantwortlich. Ihre Sicherheit und ihr Lebensunterhalt werden vom Mann erwartet. Aber es wäre keine gute Handlung eines Gläubigen, dies als Vorwand zu benutzen und sich den oben angegebenen anderen Verantwortungen zu entziehen.

Mit ein wenig Nachdenken werden wir sehen, dass bei der Bevorzugung des weniger Wertvollen das "Ego" wirkt. Wenn der Mensch den geringeren Wert bei Allah dem höheren vorzieht, dann deswegen, weil er "einen Anteil" für sich selbst zurücklegt. Aber das was gemacht werden sollte ist, zu hundert Prozent das Wohlgefallen Allahs zu suchen ohne für sich selbst etwas zurückzulegen. Wenn man bei einem Akt neunundneunzig Prozent das Wohlgefallen Allahs und nur ein Prozent für sein eigenes Begehren sucht, könnte es sein dass diese neunundneunzig Prozent von Allah nicht anerkannt werden, weil dieser Mensch damit sich selbst Gott beigesellt hat. Nur dieses eine Prozent würde schon ausreichen um die restliche Bemühung als ungültig gelten zu lassen. Der Zustand derjenigen, die bei einem Akt für Allah Ihm andere beigesellen und einen Anteil für sich zurücklegen, wird im Quran auf folgende Weise beschrieben:

Und sie haben von dem, was Er an Feldfrüchten und Vieh wachsen ließ, für Allah einen Anteil bestimmt und sprechen: "Dies ist für Allah" - ihrer Meinung nach - "und dies ist für unsere Teilhaber." Was für ihre Gefährten ist, das kommt nicht Allah zu, und was Allah gehört, das kommt ihren Gefährten zu. Ihr Urteil ist miserabel. (Sure 6:136 – al-An'am)

Es ist schwer die Regel von Allahs Wohlgefallen einzuhalten, wenn jemand bei Gefahr sein eigenes Haus und seine Familie verteidigt, aber bei einem Angriff auf den Quran und die Gläubigen herumsitzt und sich in andere Arbeiten vertieft. Solch eine Haltung ist ein Vorgehen wie es das Selbst (an-nafs) vorsieht, es zeigt die Abhängigkeit von seinem Ego. Das jedoch steht zur Grundlage des Islams die "nur Allah dienen" ist, total im Gegensatz. Seinem eigenen Verlangen nachzugehen, heißt im Quran, Allah Gefährten beizugesellen:

Hast du nicht den gesehen, der seine Gelüste zum Gott nimmt? Könntest du etwa dafür verantwortlich sein? (Sure 25:43 – al-Furqan)

Aber ein Gläubiger hat seine Existenz, Güter, Seele, Leben und Tod, alles Allah gewidmet. Die überlegene Eigenschaft des Gläubigen wird im Quran wie folgt beschrieben:

Sprich: "Siehe, mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten." (Sure 6:162 – al-An'am)

Eines der Geschehnisse in Bezug auf das höchste Wohlgefallen Allahs in der Zeit der Propheten, die im Quran erzählt werden, ist das Benehmen der Gläubigen im Krieg. Diesbezüglich wollten die Gläubigen von den zwei Gegnergemeinschaften mit der Schwächeren zusammenstoßen. Aber der Wohlgefallen Allahs wäre gewesen, das Schwierigere zu bewerben und somit also ein Krieg mit den Stärkeren. Diese Geschehnisse erläutert uns Allah im Quran folgenderweise:

Damals verhieß euch Allah, dass eine der beiden Gruppen euer sein solle, und ihr wünschtet, dass es die unbewaffnete sein würde. Allah aber wollte die Wahrheit Seiner Worte bestätigen und die Wurzel der Ungläubigen abschneiden, damit Er die Wahrheit triumphieren lasse und das Nichtige als nichtig erwiese, auch wenn es die Sünder nicht wollten. (Sure 8:7, 8 – al-Anfal)

Am Ende hat Allah die Gläubigen der stärkeren Gruppe gegenüber gebracht. Er hat die Gläubigen zum höchsten Wohlgefallen Allahs geführt. Und mit Hilfe Allahs siegten die Gläubigen.

Das oben genannte Beispiel der Vergangenheit ist ein Ereignis für die Gläubigen, die in der Zeit unseres Propheten gelebt haben, dessen Umstände dem Zeitalter entsprechen. Aber Muslime können in jedem Zeitalter mit verschiedenen Vorfällen geprüft werden. Zum Beispiel sollten die Muslime unserer Zeit gegen solche, die den Glauben und die Schöpfung nicht anerkennen und die für die Verbreitung sittenloser Handlungen in der Gemeinschaft arbeiten, in einem ideellen Kampf stehen. Die Gläubigen, die diese Verantwortung der Bekämpfung tragen, stellen die höchste "Wohltat" fest und sind verantwortlich für dessen Durchführung. Wenn man obwohl man die Kraft dieser Anvertrauung besitzt, dennoch Arbeiten erledigt, die keinen Vorrang haben, bedeutet dies tatsächlich, sich von Allahs Wohlgefallen abzuwenden. Doch so etwas würde das Gewissen eines Gläubigen nicht zulassen.

Er ist jemand, der von Allah ausgewählt wurde und dem Glauben gegeben wurde. Ihm wurden die Verantwortung für den Frieden und das Wohlsein auf Erden und die Verbreitung des Glaubens gegeben.

Der Gläubige ist verantwortlich sich für von Tyrannen unterdrückte, schwache Männer, Frauen und Kinder anzustrengen, die sagen: "...Unser Herr, führe uns aus dieser Stadt hinaus, deren Einwohner Unterdrücker sind. Und gib uns von Dir einen Beschützer, und gib uns von Dir einen Helfer!" (Sure 4:75 – an-Nisa).

Das höchste Wohlgefallen Allahs zu suchen, ist nicht nur ein Thema das bloß bei der theoretischen Bekämpfung gilt. Der Gläubige muss sein ganzes Leben, seine Gebete, jede seiner Taten, groß oder klein, unter diesem Gesichtspunkt sehen.

Hier möchten wir an etwas Wichtiges erinnern: den Ausdruck das "höchste Wohlgefallen Allahs" benutzen wir nur, um das Thema zu erläutern. Sich von dem höchsten Wohlgefallen Allahs abzuwenden, und eine zweitrangige Beschäftigung erledigen, ist total gegen das Wohlgefallen Allahs. Folglich ist das Wohlgefallen Allahs nur das höchst gemachte. Etwas wie das Wenigere zu billigen von Allah gibt es nicht.

Nicht das Wohlgefallen Allahs zu suchen und mit wenigerem zufrieden zu sein, entsteht durch eine falsche Betrachtungsweise des Jenseits. Es entspringt dem sicheren Glauben, man sei des Paradieses würdig. Jedoch ist kein Mensch in der Lage zu behaupten, er gehöre ins Paradies. Im Quran mahnt Allah den Propheten "...Doch wenn Allah wollte, hätte Er in diesem Falle dein Herz versiegelt..." (Sure 42:24 – asch-Schura). Infolgedessen ist klar, dass niemand in der Lage ist, sich selbst zu entlasten. Der beschriebene Gläubige im Quran sieht sich selber niemals sicher im Paradies, er verfällt nicht solchen Gedanken. Der beschriebene Gläubige betet zu Allah in "Furcht und Verlangen" (Sure 7:56 – al-A'raf).

Personen die nicht wahre Gläubige sind und keine Gottesfurcht besitzen, glauben, dass sie ins Paradies eingehen, denn sie denken, sie bewerkstelligten doch Gutes. Diese Menschen benutzen Allahs Attribut allverzeihend, für eine vollständig falsche Logik, wie "uns wird sowieso verziehen". Das ist eine Handlung dessen, die keine wahre Gottesfurcht haben wie erforderlich. Allah beschreibt solche Menschen wie folgt:

Und auf sie folgten Generationen, welche zwar die Schrift erbten, doch nur nach den Gütern dieser Welt greifen und dabei sprechen: "Gewiss wird uns verziehen!" Und wenn sich ihnen (wieder) ähnliche (irdische) Güter bieten, greifen sie (wieder) danach. Wurden sie denn nicht durch die Schrift unter Verpflichtung genommen, nur die Wahrheit über Allah auszusagen? Sie studieren doch, was in ihr steht! Doch die Behausung des Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen. Haben sie denn keine Einsicht? (Sure 7:169 – al-A'raf)

Weil ihnen auf der Welt alle Möglichkeiten offen stehen, lassen sie sich irreführen und denken dass Allah sie liebt und sie im Paradies reichlich bewirtet werden, obwohl sie ja nicht von der Existenz Allahs vollständig überzeugt sind. Das Beispiel solcher Menschen wird im Quran gegeben:

Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern auf. Einem von ihnen gaben Wir zwei Rebgärten, umzäunt mit Palmen, zwischen denen Wir ein Getreidefeld anlegten. Beide Gärten erbrachten ihre Ernte, und so ermangelte nichts. Und Wir ließen mittendurch einen Bach fließen. Und er trug ihm Früchte. Da sagte er während ihrer Unterhaltung zu seinem Gefährten "Ich habe reicheres Vermögen als du und verfüge über mehr Leute." Sich so gegen sich selbst versündigend, betrat er seinen Garten und sprach: "Ich glaube nicht, dass dies je zu Grunde geht. Und ich glaube auch nicht, dass die Stunde je kommt. Und selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgeholt werden sollte, fände ich dort gewiss besseres im Tausch. (Sure 18:32-36 – al-Kahf)

Ein Gläubiger Mensch dagegen hat Angst vom Weg der Rechtschaffenheit abzukommen. Das Gebet der Gläubigen in Bezug darauf ist im Quran folgendermaßen erwähnt:

Unser Herr, lass unsere Herzen nicht mehr irregehen, nachdem Du uns geleitet hast, und gib uns aus Deiner Gnadenfülle! Siehe, Du bist der Schenkende. (Sure 3:8 – Al-'Imran)

Es muss hier beachtet werden, dass die Furcht des Gläubigen keine Angst ist, die ihm Unbehagen oder Beunruhigung bringt. Ganz im Gegenteil ist dies eine Furcht, die dem Gläubigen Frieden gibt, ihn fürs Paradies motiviert und ihn zu gottgefälligen Taten anspornt.

Der Gläubige zielt auf dieser vorübergehenden und kurzen Welt darauf ab, Allahs Wohlgefallen zu erlangen. Er denkt nur an das große Ereignis, mit dem er konfrontiert werden wird. Er wird eines Tages sterben und vor seinem Herrn über alles Rechenschaft ablegen müssen, was er getan hat. Diese Rechenschaft wird ihn entweder zur Vernichtung oder zur Glückseligkeit führen. Es ist unvernünftig, anderen Zielen nachzulaufen oder nicht zu beachten, dass man einem so großen und wichtigen Ereignis gegenüberstehen wird.

Der Gläubige ist zur Erreichung seiner Glückseligkeit dafür verantwortlich, "das höchste Wohlgefallen Allahs" zu suchen. Das höchste Wohlgefallen Allahs nicht zu suchen bedeutet, sich der Gefahr nicht bewusst zu sein, der man gegenübersteht. Um vor der Hölle und der Verdammnis durch Allah gerettet zu werden, soll man alles tun, was man kann und sich darum ernsthaft bemühen.

Einige Beispiele bezüglich unseres Benehmens und unserer Bemühungen, die wir unternehmen, wenn wir im Diesseits mit den Gefahren konfrontiert werden, können uns behilflich sein, um besser zu begreifen, wie man das höchste Wohlgefallen Allahs suchen kann:

• Nehmen Sie an, dass Sie mit einer riesigen Flut konfrontiert sind und dass das Wasser sehr schnell steigt. Würden Sie in einem zehnstöckigen Apartmenthaus ganz nach oben gehen, um sich zu retten oder würden Sie im fünften Stock bleiben und sagen "Dieser Stock ist hoch genug, um mich zu retten"? • Denken Sie daran, dass es einen Aufzug gibt, der zum obersten Stock führt. Dieser Aufzug ist nicht kostenlos und er wird nur einmalig in Betrieb sein. Wir haben genau soviel Geld bei uns, um mit dem Aufzug bis zum höchsten Stock zu gelangen. Würden wir in einem solchen Fall nicht das ganze Geld geben, was wir bei uns haben? Oder würden wir in einem der unteren Stockwerke aussteigen, wo noch Gefahr besteht und die Flut uns einholen könnte? • Lassen Sie uns annehmen, dass es im fünften Stock dieser Wohnung eine Party gibt. Würden Sie an dieser Party teilnehmen oder sich bemühen, eine Lösung zu finden, um zum obersten Stock zu gelangen?

• Nehmen wir an, dass einer ihrer engen Freunde einen Herzanfall bekommen hat und dass er sofort ins Krankenhaus gebracht werden soll. Würden Sie in einem solchen Fall das Auto mit Höchstgeschwindigkeit fahren oder würden Sie sich mit weniger Geschwindigkeit begnügen und denken, dass er noch ein bisschen aushalten soll?

Wie aus den obenerwähnten Beispielen ersichtlich ist, ist der Mensch angesichts der Gefahr ganz wachsam und tut sein möglichstes, um daraus gerettet zu werden. Die größte Gefahr für die Menschen ist jedoch die Hölle. Natürlich spielt es beim Erlangen des Wohlgefallens von Allah eine große Rolle, sich vor dieser Gefahr zu schützen.

Lassen Sie uns jetzt einen Augenblick annehmen, wir befänden uns am Rande der Hölle, wo am Tage der Auferstehung alle Menschen sich versammeln werden und dass wir die Hölle mit ihrem ganzen Entsetzen gesehen hätten… Würden wir nicht ohne zu zögern das höchste Wohlgefallen Allahs auswählen, wenn wir in einem solchen Fall Alternativen hätten?

Wenn ein Mensch zur Hölle geschickt wird, wird er nicht mehr die Möglichkeit haben, eine Wahl zu treffen, er wird nur noch Rechenschaft über das ablegen müssen, was er auf der Welt getan hat. Aus diesem Grund soll er sich von nun an nach derselben Logik verhalten. Tatsächlich soll ein Gläubiger sich immer dessen bewusst sein, dass die Hölle den Menschen sehr nahe ist und er soll immer darüber nachdenken, dass er jeden Augenblick ins Jenseits gehen könnte. Denn es wurde im Quran viele Male ausgedrückt, dass die Reue, welche im Jenseits empfunden wird, den Menschen keinen Nutzen mehr bringen wird:

Und darin werden sie schreien: "O unser Herr! Nimm uns heraus! Wir wollen rechtschaffen handeln, nicht wie wir zuvor gehandelt hatten." Gewährten Wir euch denn kein langes Leben, so dass jeder, der sich ermahnen lassen wollte, sich hätte besinnen können? Und der Warner kam (doch auch) zu euch. So kostet (die Strafe); denn die Missetäter haben keinen Helfer. (Sure 35:37 – al-Fatir)

Auf der anderen Seite soll sich der Mensch genauso ernsthaft darum bemühen, Allahs Gnade zu erwerben, wie er sich darum bemüht, sich aus der Gefahr zu erretten. Es ist unvernünftig, mit dem Geringen im Paradies zufrieden zu sein. Würden Sie nicht soviel Gold mitnehmen, wie sie könnten, wenn Sie eine Insel voller Gold mit einem Schiff verlassen würden? Ein Gläubiger soll im Jenseits nicht sagen müssen: "Hätte ich das doch auch gemacht!" Deswegen soll er immer das höchste Wohlgefallen Allahs auswählen, indem er auf der Welt alle Möglichkeiten nutzt.

Die Ungläubigen tun alles, was sie können, um die Welt, die nichts anderes als ein vergänglicher Genuss und ein kleiner Gewinn ist (Sure 3:197 – Al-'Imran), (Sure 40:39 – Ghafir), zu gewinnen. Neben diesem vergänglichen Genuss, der mit großer Enttäuschung enden wird, gibt es für die Gläubigen Allahs Wohlgefallen, Seine Barmherzigkeit und Sein Paradies. Der Gläubige soll sich stark darum bemühen, Allahs Wohlgefallen, Seine Barmherzigkeit und Sein Paradies zu erwerben.