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AZTRENDEFRESNLRUITSQBSROKYDA

Was bedeutet es, vor dem Gespräch mit dem Gesandten eine Sadaka zu geben?

Eine der Kritiken, die Personen, die im Koran, dem Wort Allahs, nach Widersprüchen suchen, unaufrichtig vorbringen, ist auch das Thema in Vers 12 der Sure Al-Mudschadala, dass die Menschen vor einem Gespräch mit dem Gesandten Allahs eine Sadaka geben sollen. Wenn die wahre Bedeutung des Verses verstanden wird, dem sie einen Sinn unterschieben, als verlange der Gesandte von denen, die um ein Gespräch bitten, eine Sadaka, wird wohl auch diese absurde Verleumdung bloßgestellt sein. Die betreffenden Verse, um die es in der Behauptung geht, lauten wie folgt;

يَٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوٓا۟ إِذَا نَٰجَيْتُمُ ٱلرَّسُولَ فَقَدِّمُوا۟ بَيْنَ يَدَىْ نَجْوَىٰكُمْ صَدَقَةً ذَٰلِكَ خَيْرٌ لَّكُمْ وَأَطْهَرُ فَإِن لَّمْ تَجِدُوا۟ فَإِنَّ ٱللَّهَ غَفُورٌ رَّحِيمٌ

O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr mit dem Gesandten vertraulich sprechen wollt, gebt vor diesem eurem vertraulichen Gespräch eine Sadaka! Das ist besser und reiner für euch. Wenn ihr dazu aber nicht die Möglichkeit findet, so wisst, dass Allah Gafûr ist, Rahîm ist.
(Sure Al-Mudschadala,12)

ءَأَشْفَقْتُمْ أَن تُقَدِّمُوا۟ بَيْنَ يَدَىْ نَجْوَىٰكُمْ صَدَقَٰتٍ فَإِذْ لَمْ تَفْعَلُوا۟ وَتَابَ ٱللَّهُ عَلَيْكُمْ فَأَقِيمُوا۟ ٱلصَّلَوٰةَ وَءَاتُوا۟ ٱلزَّكَوٰةَ وَأَطِيعُوا۟ ٱللَّهَ وَرَسُولَهُۥ وَٱللَّهُ خَبِيرٌۢ بِمَا تَعْمَلُونَ

Seid ihr davor zurückgeschaudert, vor eurem vertraulichen Gespräch Sadakas zu geben? Denn ihr habt es nicht getan. Allah hat euch Reue gewährt. Verrichtet nun das Gebet, gebt die Zakat, gehorcht Allah und Seinem Gesandten. Allah ist dessen kundig, was ihr tut. (Sure Al-Mudschadala,13)

Zunächst muss man wissen, was das Wort „Sadaka“ bedeutet. Erinnern wir uns einmal, was Sadaka hieß;

(صدق) Sa-De-Qa Dieses Wurzelwort ist eines der schönsten Wörter. Dieses Wort, das Gegenteil des Wortes KEZEBE=lügen, der Lüge bezichtigen, bedeutet die Wahrheit sagen, wahrhaftig sein, bestätigen. Von diesem Wort gibt es viele Ableitungen: SADIK = wahrhaftige Person
SADİK = aufrichtiger Freund (Person, die sich gegenüber einem Menschen wahrhaftig verhält)
TASDİK = beglaubigen, bestätigen
SIDK = Wahrhaftigkeit
SADAKA = Hab und Gut, das gegeben wird, um seine Wahrhaftigkeit, seine Aufrichtigkeit, seine Freundschaft zu beweisen
MUSADDIK = der Bestätigende

إِنَّمَا ٱلصَّدَقَٰتُ لِلْفُقَرَآءِ وَٱلْمَسَٰكِينِ وَٱلْعَٰمِلِينَ عَلَيْهَا وَٱلْمُؤَلَّفَةِ قُلُوبُهُمْ وَفِى ٱلرِّقَابِ وَٱلْغَٰرِمِينَ وَفِى سَبِيلِ ٱللَّهِ وَٱبْنِ ٱلسَّبِيلِ فَرِيضَةً مِّنَ ٱللَّهِ وَٱللَّهُ عَلِيمٌ حَكِيمٌ

Die Sadakas sind – als Pflicht von Allah – nur für die Armen, die Bedürftigen, die mit dem Geschäft (der Zakat) Beauftragten, diejenigen, deren Herzen gewonnen werden sollen, die Sklaven, die Verschuldeten, die (die) auf dem Weg Allahs (sind) und die auf dem Weg Gestrandeten. Allah ist wissend, Besitzer von Urteil und Weisheit.(Sure At-Tauba,60)

Wie in Vers 60 der Sure At-Tauba gesagt wird, müssen wir also unsere Wahrhaftigkeit, unsere Aufrichtigkeit;

– den Armen,
– den Elenden,
– den Mittellosen,
– den Arbeitslosen,
– den Beauftragten, die an dieser Aufgabe arbeiten,
– denen, deren Herzen mit Liebe erfüllt werden sollen.
– den Unterjochten, die in die Freiheit geführt werden sollen,
– denen unter schwerer Schuld,
– denen auf dem Weg Allahs,
– den auf dem Weg Gestrandeten beweisen.

Genau deshalb müssen wir den genannten Personen SADAKA geben. Außerdem gibt es noch einen wichtigen Punkt, und zwar; wir müssen das Beste der Gaben, die wir besitzen, als Sadaka geben.

Kurz zusammengefasst wird in Vers 12 der Sure Al-Mudschadala gesagt: BEWEIST, DASS IHR AUFRICHTIG SEID, bevor ihr eine Besprechung mit dem Propheten abhaltet. Es wird nicht gesagt, gebt ihm Geld. Ohnehin ist es sowohl nach Vers 21 der Sure Ya-Sin als auch nach vielen Versen im Koran den Gesandten/Boten verboten, die Verkündigung gegen Bezahlung auszuüben. Freilich nicht nur den Gesandten, kein einziger Gläubiger darf die Religion gegen Geld verkünden. Nach dem Koran ist dies haram. Wie also auch aus dieser kurzen Darstellung hervorgeht, sind die vorgebrachten Behauptungen reine Verleumdung und ohne Aufrichtigkeit.