Ungläubige jedoch finden andere Führer als Gott, denen sie folgen, und sie übernehmen unrechte Ideologien, weswegen sie in vollständigem Wahn leben. Doch wenn sie sterben und der ewigen Qual der Hölle angesichtig werden, werden sie diese große Illusion eingestehen und ihrem Bedauern Ausdruck geben.
Dann werden sie sagen:
“O Herr! Wir gehorchten tatsächlich unseren Herrschern und… sie führten uns vom Weg ab.
Die bestimmenden Faktoren für Standpunkte und Glauben der Mehrheit dieser Menschen, die Unwissenheit vortäuschen darüber, was mit ihnen nach dem Tod geschehen wird, sind gesellschaftliche Regeln, Prinzipien und Gebräuche. Indem sie ihren Vorvätern folgen, der Gesellschaft, in der sie leben oder deren Führern, sind diese Menschen auf Abwegen, denn jeder Gedanke und jeder Standpunkt, der nicht mit dem Quran übereinstimmt, ist schädlich.
Und so machen Wir die Zeichen klar, damit der Weg der Übeltäter erkennbar wird.
Menschen, die Gott nicht als den einzigen Richter anerkennen, gegen Seine Gebote opponieren oder andere Beurteilungen als die Seinen erfinden, weichen vom rechten Weg ab. Sie bewerten die Normen ihrer Gesellschaft höher als Gottes Gebote, und sie halten beharrlich und entschlossen daran fest. Obwohl ihr Gewissen die Wahrheit eingesteht, verweigern sie aus Hochmut und Borniertheit Gott den Gehorsam. Gott beschreibt diese Menschen so:
Und wenn man zu ihnen spricht:
„Befolgt, was Gott herabgesandt hat“, so sprechen sie: „Nein, wir befolgen, was wir bei unseren Vätern vorfanden.“ Wie? Obgleich ihre Väter nichts wussten und nicht rechtgeleitet wären?
So entsandten Wir auch vor dir keinen Warner in eine Stadt, ohne dass die Reichen dort gesprochen hätten:
„Wir fanden doch unsere Väter auf einem (Glaubens- )Weg und folgen ihren Spuren.“ (Der Warner) sagte: „Etwa auch, wenn ich euch etwas bringe, was euch besser rechtleitet als das, was ihr bei eueren Vätern vorfandet?“ Sie antworteten: “Wir glauben einfach nicht an eure Sendung.”
Diese Haltung verhindert lediglich, dass die Menschen den Islam annehmen und an Gott glauben. Pharao und seine Minister sind ein Beispiel dafür:
Sie fragten:
“Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abzubringen, was wir bei unseren Vätern vorfanden, damit ihr beide die Macht im Lande übernehmt? Wir glauben euch nicht!”
Dies war ihre Antwort an den Propheten Moses und seinen Bruder Aaron, nachdem diese sie aufgefordert hatten, zu Gott zu beten und sich Ihm zu unterwerfen. Das Volk des Propheten Shuayb verhielt sich ganz ähnlich, bevor es rebellierte:
Sie sagten: “O Schuayb! Bedeutet dein Gebot, dass wir aufgeben sollen, was unsere Väter anbeteten, und dass wir mit unserem Vermögen nicht nach Belieben schalten und walten sollen? ...”
Wie diese Verse darlegen, antworteten die Menschen, wenn sie von den Propheten aufgefordert wurden, den Weg Gottes zu gehen, immer: „Dein Argument widerspricht dem Weg, den unsere Väter und Vorväter folgten.“ Zu allen Zeiten reagierten die Menschen auf die Führung der Propheten mit Feindschaft und Rebellion und beharrten auf ihrem eigenen Standpunkt. Trotzdem forderten alle Propheten die Menschen auf, zu Gott zu beten, sich Ihm zu unterwerfen, Seiner Religion treu zu folgen und Ihn allein anzubeten und nur Sein Wohlgefallen zu suchen.
Unser Prophet forderte die Menschen ebenfalls auf, sich nur Gott zu unterwerfen und Seine Gebote einzuhalten. Der Quran sagt uns, dass die Menschen am Tag des Gerichts darüber Rechenschaft ablegen müssen, ob sie Gottes Geboten gehorcht haben oder nicht. Im Quran warnt Gott diejenigen, die sich andere Gottheiten nehmen und eine neue, entstellte, auf ihren falschen Vorstellungen beruhende Religion erfinden, mit folgenden Worten:
Haben sie etwa Partner (Gottes), die ihnen als Religion etwas vorschreiben, was Gott nicht erlaubt? Wäre es nicht bis zum künftigen Urteilspruch vertagt, wäre zwischen Ihnen bestimmt schon gerichtet worden. Die Ungerechten haben schmerzliche Strafe.
Genügt es ihnen denn nicht, dass Wir das Buch Dir gesandt haben, damit es ihnen vorgetragen werde? Darin sind wahrlich eine Barmherzigkeit und eine Ermahnung für Menschen, die bereit sind zu glauben.
Manche, die die Führung durch die Botschafter zurückweisen, tun dies im Namen ihrer falschen, von Menschen erfundenen Religion, und sie klagen die Botschafter an, diese Religion ersetzen zu wollen; oder sie erachten die Argumentation Gottes, die von Seinem Botschafter überbracht wird, als unangemessen und erfinden eine falsche Religion.
Es bleibt jedoch eine Tatsache, dass der von Gott herabgesandte Quran alles für die Menschen notwendige enthält.
Was die Mehrheit praktiziert, ist in aller Regel schädlich Eine der verbreitetsten falschen Vorstellungen derer, die sich der Meinung der Mehrheit anschließen, Gottes Urteile missachten und daher weitab sind von den Islamischen Werten, ist der falsche Glaube, die Mehrheit repräsentiere grundsätzlich die Wahrheit. Wie wir im Quran nachlesen können, befindet sich die Mehrheit nicht auf dem rechten Weg:
Wenn du der Mehrzahl derer auf Erden folgen würdest, würden sie dich von Gottes Weg abirren lassen. Doch sie folgen nur einem Wahn und, siehe, sie lügen.
Wenn die Entscheidungen der Mehrheit nicht mit dem Quran in Einklang stehen, stehen sie nicht für die Wahrheit, denn die rechte Natur einer Bewegung ist nicht dadurch bestimmt, wie viele Menschen ihr folgen. Der Vers macht auch klar, dass die Urteile der meisten Menschen auf Vermutungen beruhen und dadurch viele Menschen vom rechten Weg abbringen. Sich von Gottes Geboten abzuwenden, um an Mehrheitsentscheidungen festhalten zu können, macht solche Menschen zu Verlieren sowohl in dieser als auch in der nächsten Welt, denn sie werden ohne Hilfe sein:
... Aber sie haben sich selber ins Verderben gebracht, und ihre Einbildungen lassen sie im Stich.
Und wer ist ungerechter als der, welcher über Gott Falsches ersinnt oder die Wahrheit, nachdem sie zu ihm gekommen ist, Lüge nennt? Gibt es für die Ungläubigen etwa keine Wohnung in der Hölle?
Gläubige hingegen unterwerfen sich von ganzem Herzen Gottes Befehl. Ihre daraus folgende hervorragende Moral ist in folgenden Versen erklärt:
... Unser Herr umfasst alle Dinge mit Seinem Wissen. Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, entscheide nach der Wahrheit zwischen uns und unserem Volk; Du bist der beste Richter.
Sprich: „O mein Gott! Schöpfer der Himmel und der Erde, Der Du das Verborgene und das Offenkundige kennst, Du wirst zwischen Deinen Dienern über das richten, worüber sie uneins sind.“